"Jugend Eine Welt": Projektpartner in weltweit 132 Ländern

Das katholische Hilfswerk "Jugend Eine Welt" ist durch Projektpartner in insgesamt 132 Ländern gegen Not und Bildungsarmut engagiert, Hilfe wird von Österreich aus auf allen Kontinenten geleistet.

Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Jahresbericht der kirchennahen NGO für das Jahr 2017 hervor. "Jugend Eine Welt" fördert unter dem Motto "Bildung überwindet Armut!" vorrangig Don-Bosco-Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und im Nahen Osten - im Vorjahr konkret 102 Projekte in 32 Ländern. Dabei flossen knapp 3,1 Millionen Euro in Krisenländer, 40 Prozent davon in afrikanische Staaten, 28 Prozent nach Asien.
Die meistbediente Kategorie bei den direkten Projektförderungen war die Entwicklungshilfe mit einem Mitteleinsatz von knapp 2,2 Millionen Euro, gefolgt von der Bildungsarbeit in Österreich mit 560.000 und der humanitären Hilfe mit 311.000 Euro. "Jugend Eine Welt" dankte allen Spendern für die Beiträge dazu, "dass rund um den Erdball kleine Lebenswunder möglich werden", wie es in der 24-seitigen Broschüre heißt. Stolz ist das Hilfswerk darauf, dass die Kosten für die Verwaltung mit einem 6,6-Prozent-Anteil am Gesamtaufwand weiterhin sehr niedrig gehalten wurden. 
Geschäftsführer Reinhard Heiserer erinnerte an das 2017 begangene 20-Jahr-Jubiläum von "Jugend Eine Welt": Seit 1997 seien mehr als 2.700 Hilfsprojekte für benachteiligte Kinder und Jugendliche erfolgreich abgewickelt worden. Das Hauptaugenmerk sei dabei auf Bildung und Ausbildung "und damit Hilfe zur Selbsthilfe" gelegen. Als Beispiele nannte Heiserer die Qualifizierung zu Solartechnikern in Äthiopien, zu Biobauern in Indien und verschiedene Stipendienprogramme. 
Seinen Dank an die Spender verband der "Jugend Eine Welt"-Geschäftsführer mit einem sorgenvollen Blick auf die Situation im Südsudan: Dort drohe bis zu sieben Millionen Menschen eine Hungersnot, viele, auch ganz junge Betroffene seien zur Flucht gezwungen. Heiserer zitierte den Salesianerbruder Lothar Wagner, der beim Jubiläumsfest im Mai 2017 davor gewarnt hatte, die Risiken für die Weltgemeinschaft zu unterschätzen, "wenn eine ganze Generation auf gepackten Koffern sitzen muss". 

Im Geiste Don Boscos
"Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich" setzt sich seit 1997 weltweit für die Verbesserung der Lebensperspektiven von Kindern und Jugendlichen am Rande der Gesellschaft ein. Die Hilfsorganisation handelt aus christlicher Motivation im Geiste des "Apostels der Jugend" und heiligen Sozialpioniers Don Bosco und nach den Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit. "Unser Ziel ist, zur Umsetzung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele beizutragen, wobei das Ziel Nr. 4 'Hochwertige Bildung' dabei für uns einen besonderen Stellenwert einnimmt", heißt es auf der Website. Die wichtigsten ProjektpartnerInnen, die Salesianer Don Boscos (SDB) und die Don Bosco Schwestern (FMA), wirken seit mehr als einem Jahrhundert als katholische Ordensgemeinschaften im Dienste bedürftiger Kinder und Jugendlicher.  

Eine Meldung von www.kathpress.at

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