Apostolin Maria Magdalena

Seit 2017 wird die heilige Maria Magdalena in der katholischen Kirche ausdrücklich als "Apostolin" und als "erste Botin des Evangeliums" geehrt.

‚Zeugin der göttlichen Barmherzigkeit‘

‚Apostolin der Apostel‘

Von den Gläubigen unserer Tage kann Maria Magdalena als Beispiel für den Dienst der Frauen in der Kirche entdeckt werden.

Die Feier der heiligen Maria Magdalena, die bisher im Römischen Generalkalender als Gedenktag verzeichnet war, wurde in den Rang eines Festes erhoben. Diese Entscheidung fügt sich ein in den gegenwärtigen Kontext der Kirche, in dem sie tiefer nachdenken möchte über die Würde der Frau.

Mitten im Sommer, am 22. Juli, feiern wir das Fest der Apostelin der Apostel und werden damit an die Bedeutung von Ostern erinnert.

Veranstaltungen

Gottesdienstvorschlag zum Fest

theologische Hinführung, Gestaltungselemente, Predigtgedanken

Predigt Apostelin Maria Magdalena

von Dipl.-Ing. Dr.theol. Mira Stare zum Festtag von Maria Magdalena 2019 

Dr. Mira Stare predigte anlässlich eines Wortgottesdienst zum Fest der Apostelin Maria Magdalena in der Pfarrkirche Kematen in Tirol, die dem Heiligen Viktor und der Heiligen Maria Magdalena geweiht ist. 

Ihre Erkenntnisse geben einen Einblick in die Entwicklung der traditionellen Bildsprache zu Maria Magdalena und öffnet den Blick auf die Hoffnung auf eine geschwisterliche Kirche.

Vorbild Maria Magdalena

Maria Magdalena eine starke Frau, die uns für den Alltag Vorbild sein kann.

In allen Lebenslagen Freundin sein   

Unseren Liebsten zur Seite stehen in allen Lebenslage und ihnen unterstützend Nähe, Mitgefühl und Vertrauen zeigen. Nehmen wir uns genug Zeit dafür? 

Sich selbst vertrauen und Neues wagen  

Nicht nur auf die Stimmen von außen zu hören, sondern auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen, das ist zentral.

Botschafterin sein 

Maria Magdalena hat als Frau ihre Stimme erhoben und Mut gezeigt.

Tragen wir gemeinsam Maria Magdalena als starke Frau an der Seite Jesu weiter und nehmen sie als Vorbild für unser Leben. 

Evi Kusstatscher  

Die erste „Ministrantin“?

Ministrant/-innen sind bei frohen und traurigen Stunden nah am Altar. Sie sind also vorbildhafte Freund/-innen von Jesus, denn sie lassen ihn nicht allein. Sie sind mutige Vorbilder, denn die Blicke vieler Mitfeiernden sind auf sie gerichtet. Die Ministrant/-innen bezeugen ebenso Jesus in der Welt, wenn sie anderen Menschen begeistert von ihrem Dienst erzählen.

Minis haben viele Aufgaben und helfen bei vielfältigen Gottesdienstformen. Sie sind in frohen (z.B. Taufen oder Hochzeiten) und in traurigen (z.B. Auferstehungsgottesdienst für Verstorbene) Stunden ganz nahe am Geschehen dabei. So wie gute Freund/-innen begleiten sie Jesus inner- und außerhalb des Gottesdienstes. Auch Maria Magdalena war von Anfang an mit Jesus auf dem Weg. (Mt 28,10)

Minis sind mutig und wagen Neues. Sie stehen an wichtigen Orten in der Kirche und die Blicke der Gläubigen sind auf sie gerichtet. Sie sind in gewisser Weise Vorbilder und geben Orientierung. Durch die Minis wissen viele wann sie stehen, knien und sitzen müssen. Auch Maria Magdalena war für die anderen so ein Vorbild. Sie war an wichtigen Orten dabei (auf Jesu Weg nach Jerusalem (Mk 27,55), unterm Kreuz (Joh 19,25), als erste Zeugin der Auferstehung (Mk 16,9), …) und gab so der Gruppe rund um Jesus Orientierung.

Minis bezeugen durch ihren Dienst, dass sie zu Jesus gehören. Die Aussage „Ich ministriere“ oder der Weg zur Kirche drücken aus, dass sie Teil der Freund/-innen Jesu sind. Auch Maria Magdalena zählt zu der Gemeinschaft der Freund/-innen Jesu. Sie erzählte seine Botschaft weiter. (Mk 16,10)

Maria Magdalena „ministrierte“ für Jesus, das heißt sie diente ihm und begleitete ihn von Galiläa nach Jerusalem. Von dort aus erzählte sie die Botschaft Jesu voll Freude weiter.