ADVENT

Mit dem 1. Adventsonntag beginnt die Adventzeit und auch das neue Kirchenjahr. Die Sonntage des Kirchenjahres werden heuer vor allem geprägt sein durch die Verkündigung aus dem Matthäus-Evangelium (Lesejahr A).

Advent - Ankunft

ADVENT heißt ANKUNFT (eigentlich Adventus Domini = Ankunft des Herrn). Eben auf die Ankunft des Herrn sollen wir uns vorbereiten. Sinngemäß ist der Advent deshalb eine Bußzeit. 

 
Im Lärm und der Unruhe unserer Zeit ist es besonders wichtig, wieder Zeiten und Orte der Stille und Besinnung zu finden. Die vorweihnachtliche Zeit wird weitgehend vermarktet und bietet wenig Raum für Stille. Da ist es wichtig, sich auf den eigentlichen Sinn des Advents zu besinnen. Genau in diesem Sinn kann der Lockdown auch eine Chance sein! 

 
Die Adventszeit ist Zeit der Erwartung, des Sich-neu-Ausrichtens auf Gott, der uns entgegenkommt. Der Advent umfaßt ein dreifachen Kommen Gottes: 

  • Das Warten Israels auf die ANKUNFT des Messias.
  • Das Warten der Christen auf die WIEDERKUNFT Christi.
  • Das tägliche KOMMEN GOTTES in unser Leben.

 

Zeit der Buße und Umkehr

Das liturgische Farbe Violett und der Verzicht auf das Gloria in der Messfeier verdeutlichen etwas vom Bußcharakter dieser Zeit, der aber die erwartungsvolle Freude auf den Kommenden nicht verdrängt. Deshalb erklingt auch weiterhin das Halleluja. Gott will bei uns ankommen. Deshalb sind wir gefragt, ob auch wir bei ihm ankommen wollen, ob wir uns für die Begegnung mit ihm bereiten wollen.

Die Adventszeit beginnt mit der ersten Vesper des ersten Adventssonntags und endet am Heiligen Abend mit der ersten Vesper von Weihnachten. Die westliche christliche Adventszeit dauert 22 bis 28 Tage und hat immer vier Sonntage. In den Vespern an den letzten sieben Tagen vor dem Heiligen Abend bilden die sieben O-Antiphonen, dem Alten Testament entnommene Anrufungen des Messias, die Antiphonen zum Magnificat in der abendlichen Vesper.

Im Mittelpunkt der biblischen Verkündigung der einzelnen Adventssonntage steht die erhoffte Wiederkunft des Herrn, dann Johannes der Täufer als ?Vorläufer Jesu? und schließlich Maria, die Mutter Jesu.

Weit verbreitet sind sogenannte Roratemessen, das heißt Messfeiern im Schein von Kerzenlicht.

In den Advent fallen einige Feste, die vom Festgedanken nicht mit dem Advent in Beziehung stehen, etwa das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria am 8. Dezember, der Barbaratag am 4. Dezember und der Nikolaustag am 6. Dezember.