Info, was ist der Woanderstag?!

Einkehrtage für Volksschüler_innen

Im Rahmen der religiösen Übungen haben ReligionslehrerInnen die Möglichkeit einen Einkehrtag zu gestalten. Zur Unterstützung ist es möglich dafür eine Referentin/einen Referenten im Rahmen der Schulpastoral anzufragen.

Ziel eines solchen Einkehrtages ist die Einübung von Werte-Haltungen, die im Schulalltag und in der Familie wichtig sind, wie z. B. Herzensbildung, gemeinsames Essen, einander guttun, … Anlässe für einen Einkehrtag können sein: Konflikte und Versöhnung in der Klasse, Schulabschluss und Schulwechsel, Gemeinschaft werden, aber auch die christlichen Feste wie Weihnachten und Ostern. Die Grundausrichtung ist christlich katholisch, für manche Themen auch interreligiös.

Die Änderung des Zeit- und Ortsrahmens gibt diesem Tag einen besonderen Rahmen.

... ich interessiere mich für einen Einkehrtag mit meiner Klasse...

Grundinformation

Der „Woanderstag“… 

  • dauert von Schulbeginn bis zum Unterrichtsende des betreffenden Tages.
  • findet außerhalb der Schule (Widum, Altersheim, Hort, Vereinsheim,….) statt.
  • beinhaltet ein gemeinsames Mittagessen.
  • wird gemeinsam mit dem/ der Referent_in gestaltet!

 

Kosten: 

  • Den Aufwand (Honorar, Fahrtkosten) für den/ die Referent_in übernimmt die Diözese.
  • Der „Andersort“ wird meist zur Verfügung gestellt.
  • In Absprache mit dem/ der Referent_in ist ein kleiner Materialbeitrag erforderlich.
  • Die Kosten für das Mittagessen sind von den Schüler_innen (eventuell Anfrage an: Schule, Elternverein, Pfarre, Gemeinde,…) zu tragen.

 

Aufgabe der Schule bzw. des/ der Religions/ Klassenlehrer_in: 

  • Aufsichtspflicht während der Veranstaltung.
  • Abklärung der Form der Veranstaltung: Religiöse Übung, Schulbezogene Veranstaltung oder Schulveranstaltung.
  • Terminabklärung mit der Schulleitung, SGA, ….
  • Abklärung von Ort und Mittagessen.
  • Event. einkassieren des Materialbeitrages.
  • Information der Eltern, unter Umständen Einverständnis der Eltern einholen (z.B. bei späterem Abschluss, bei Entlassung der Schüler_innen an einem anderen Ort, …)
  • Inhaltliche Absprache mit dem/ der Referent_in.

...Planung konkret...

 

Abklärung des Themas:

  • Herzensbildung, 2 + 3 Klasse
  • Weihnachten, alle Klassen
  • Gemeinschaft, 1 + 2 Klasse
  • Schulabschlusstag, 4. Klasse

Anmeldung:

  • Kontaktaufnahme mit dem Referat Schulpastoral und/ oder das ausgefüllte Anmeldeformular an das Referat Schulpastoral senden.
  • Das Referat für Schulpastoral fragt eine/n Referent_in an.
  • Fixierung des Termins und des Themas.
  • Referent_in nimmt Kontakt mit dem/ der Lehrer_in auf.

Themen

Herzensbildung

Das Hauptproblem unserer Zeit ist nicht der rasante Fortschritt des Wissens, sondern das Zurückbleiben der Herzensbildung (Ernst Ferstl)

Dieser Vormittag, der dem Thema Herzensbildung gewidmet ist beginnt mit dem Basteln einer Herztasche. Sie wird mit den Symbolen und „Erkenntnissen“ der gemeinsamen Zeit gefüllt. Wir überlegen in kooperativen Übungen, was es braucht, um gemeinsam etwas zu bewegen, schauen auf die eigenen Fähigkeiten und die der MitschülerInnen und sagen einander Gutes zu. Wir nehmen auch die Unzulänglichkeiten in den Blick und stellen Rituale und Gesten zur Verfügung, die es erleichtern um Verzeihung zu bitten.

Dieser Vormittag eignet sich gut als Vorbereitung auf die Erstbeichte, da der Inhalt der Herztasche ein Impuls für ein Beichtgespräch sein kann.

 

 

Gemeinschaft

 

Seine KlassenkollegInnen hat sich niemand aussuchen können. Maximal noch eine Freundin/einen Freund neben der/dem ich sitzen darf. Und dennoch hängt ein gutes Lernklima davon ab, wie sehr eine Klasse auch eine Gemeinschaft wird, in der vielfältige Begabungen und Interessen respektiert werden und ein guter Umgangston herrscht.

Dieser Vormittag soll die Klassengemeinschaft stärken, egal ob es dafür schon gute Voraussetzungen gibt oder ob Konflikte im Vordergrund stehen.

Unter dem Thema „Kraftquelle Freundschaft“ durchlaufen die Kinder verschiedene Stationen. Erlebnispädagogische Übungen helfen die Beziehung zu den KlassenkameradInnen zu reflektieren. Ein Blick auf die eigenen Fähigkeiten und das Entdecken der Talente der anderen stärkt das Selbstwertgefühl. Über unsere Mitwelt, seien es Tiere oder Pflanzen, Lebensmittel oder Lebenszusammenhänge, denken wir spielerisch und gemeinsam unter dem Blickwinkel der Freundschaft nach.  

Falls die Gruppe katholisch bzw. christlich geprägt ist, schließt der Vormittag mit einer Station über die Freundschaft mit Gott, in der sich die Kinder an ihre Taufe erinnern und diese als einen Heilungs- und Heilsmoment erfahren dürfen.

Bei interreligiösen Gruppen wird dies für die Gruppe passend gestaltet.

 

Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger, Redakteur, Moderator und Aphoristiker gibt einen überraschenden Rat: Bemitleidet die Überheblichen und beneidet die Gütigen! Denn… ein intaktes Selbstwertgefühl ist das Fundament von Güte, wer von Selbstzweifeln geplagt ist flüchtet leicht in Überheblichkeit.

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Schulabschlusstag 

Das Ende der Volkschule ist für die Kinder ein großer Schritt. Viele der KameradInnen werden sie in Zukunft nicht mehr oder selten sehen, manch Freundin/Freund geht in eine andere Schule.

Um diesen Schritt gut zu begleiten ist dieser Vormittag gedacht. Wir lassen gemeinsam die Volkschulzeit Revue passieren, erinnern uns an gemeinsame Erlebnisse, schauen, was noch versöhnt werden muss, damit es zu einem guten Abschluss kommen kann  und was betrauert werden sollte, weil wir es zurücklassen müssen. Schließlich darf auch die Vorfreude auf das Neue nicht zu kurz kommen. Mit einem Segensritual entlassen wir die Kinder.

 

 

 

Weihnachten

Alle Jahre wieder freuen sich nicht nur Kinder auf Weihnachten. Weihnachten wird als Fest der Familie gefeiert, hier gibt es Rituale und Erwartungen. Um aber auch im Kreis der FreundInnen in der Schule tiefer in diese Zeit einzustimmen und dem Geheimnis der Menschwerdung auf die Spur zu kommen, bieten wir diesen Vormittag an. U