Seelsorgeraum Jenbach-Wiesing-Münster

2. Sonntag im Jahreskreis - 17. Jänner 2021

 

Hören, schauen, gehen...
(Gedanken zum Sonntag von Pfr. Franz Hofmann)               

Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Erwachsene!

Bei Interviews in der Sportwelt kommt oft die Frage nach dem Idol, nach dem Vorbild in dieser oder jener Sportart. Idole haben eine große Anziehungskraft: ihr Weg zum Erfolg, ihre Ausstrahlung. Nichts kommt von alleine. Dahinter steckt viel Training, viel Verzicht des Zieles wegen. Der Focus auf das Ziel, das es zu erreichen gilt, ist wie eine Kraftquelle auf dem Weg. Das spornt an, auch so ein Ziel zu erreichen.

Ist Jesus auch so ein Idol? Muss wohl sein, denn viele folgen ihm auf seinem Weg, wollen ihn hören. Sie erfahren seine Worte als Sinn-gebend für das Leben. Davon haben die Johannes-Jünger GEHÖRT. Sie suchen Kontakt mit Jesus. Sie finden nicht von sich aus zu Jesus, sondern sie werden von einem Menschen auf Jesus
verwiesen.
Sind wir nicht selber auch von jemandem zu Jesus geführt worden? Wen gibt es in meinem Leben, der mich mit Jesus „bekannt machte“?   

Die Johannes-Jünger haben sich zunächst führen lassen. Dann aber begannen sie selber zu forschen. Sie möchten eigene Erfahrungen mit Jesus machen. Sie möchten SEHEN, „wo er wohnt“.
Interessiere ich mich dafür, „wo er wohnt“, d.h. wo er einzuordnen ist unter den vielen Heilbringern, die es heute gibt? Oder bin ich bis heute immer noch der „Geführte“, der seinen Glauben lediglich auf Traditionen gründet?   

Das Evangelium gibt uns noch einen weiteren Anstoß. Die Jünger, die Jesus als den Messias gefunden haben, fangen an, andere für Jesus zu interessieren. Sie übernehmen nun selber den Dienst, den Johannes der Täufer ihnen geleistet hat. Sie sind vom Wert ihrer Entdeckung überzeugt. Sie GEHEN zu den anderen, teilen ihre Überzeugung mit anderen.
Gott handelt fast nie direkt. Er braucht menschliche Vermittler. Er wartet heute wie damals auf Menschen, die wie Samuel in der ersten Lesung aus dem Buch Samuel sprechen: „Rede, Herr, dein Diener hört!“  

HÖREN, SCHAUEN, GEHEN - das sind auch die Etappen der Johannes-Jünger.
Ist auch mein Glaube an Christus so lebendig, dass er andere ansteckt? Oder bedarf meine Religiosität einer Auffrischung oder einer Neubelebung? „Kommt und seht!“, sagt Jesus. Er gibt uns den Anstoß.   

Einen guten Weg in die kommende Woche wünschen euch
Andrea, Evelyn, Katharina, Monika, Sabine, Pfr. Franz und Pfr. Wolfgang          

Brief des Pfarrers mit Impuls zur Haus-Kirche
                                        

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