Geschichte

1487-2017 ...

Die Marktgemeinde Jenbach im Unterinntal zwischen Innsbruck und Kufstein zählt rund 7000 Einwohner und liegt auf dem Schwemmkegel des Kasbachs. Nördlich des Kasbachgrabens erstreckt sich der Achensee.

Der Ort wird erstmals 1269 in einer Urkunde genannt.

Mit der Ansiedlung von Schmelzhütten für die Verarbeitung von Silber und Kupfer aus dem nahen Schwaz ab ca. 1450 stieg die Bedeutung des Ortes. Der Kasbach diente als Energiequelle für Schmieden, Hammerwerke und Mühlen. Durch den dadurch bedingten Bevölkerungsanstieg kam der Wunsch nach einer eigenen Kirche auf, denn die Urpfarre lag in Münster.

Der Jenbacher Kirchenführer beinhaltet zum Kirchenbau folgendes: 

  • 1487 erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau einer spätgotischen Kirche in Jenbach. Ehedem war Münster Jenbachs Urpfarre. Gilg Mitterhofer (schuf auch die Pfarrkirche Schwaz) trat als Baumeister und Jörg Steyrer als Polier auf. Der Tiroler Landesfürst Erzherzog Sigmund der Münzreiche, Bergwerksbesitzer und Knappen sowie die Bevölkerung unterstützten den Bau finanziell.
  • 1500 kam es zur Fertigstellung des Gotteshauses.
  • 1510  Weihe. Erst Jahrzehnte später war die Inneneinrichtung annähernd komplett.
  • Auf die Zeit um 1610 geht die Orgelempore zurück.
  • Um 1730-1735 wurde das Kircheninnere in der Zeit des Barock stark verändert. Die aus Götzens stammenden und in Schwaz ansässigen Baumeister Jakob und Hans Singer schmückten die Gewölbe mit reichem Bandelwerkstuck. Die Fresken stammen vermutlich von Johann Georg Höttinger dem Jüngeren aus Schwaz.
  • 1829/30 ersetzte man die barocke Einrichtung durch eine zeitgenössische. Deckenstuck und Fresken blieben erhalten.
  • 1891 stieg Jenbach zur selbständigen Pfarre auf.
  • 1892 entstand im Rahmen einer Friedhofsvergrößerung im Westen ein Arkadengang mit der Lourdeskapelle.
  • 1898 begann eine mehrjährige Generalrenovierung im neugotischen Sinn.
  • 1959 galt die vorher erwähnte neugotische Renovierung als nicht mehr zeitgemäß, die Folge war eine "Entrümpelung" der Kirche.
  • 1998/99 ist die letzte Renovierung anzusetzen, bei der vieles aus dem jahre 1959 rückgängig gemacht wurde. Ein neugotischer Hochaltar sowie ein spätgotischerFlügelaltar wurden angekauft.
  • 2017 Beginn der Außenrenovierung - bau.stein.zukunft.
  • 2019 Abschluss der Außenrenovierung! Dankmesse (6. Oktober) mit Bischof Hermann Glettler mit anschließender Rosenkranzprozession.

(Fotos Hoy)