Aktion Familienfasttag

Im Rahmen der Aktion Familienfasttag werden in vielen Pfarrgemeinden Fastensuppen angeboten. Der Spendenerlös fließt in Hilfsprojekte für Frauen in Asien, Lateinamerika und Afrika.

In vielen Pfarrgemeinden lädt die Katholische Frauenbewegung am Aschermittwoch (26. Februar) oder am 2. Fastensonntag zur traditionellen "Fastensuppe" ein. Die Aktion Familienfasttag der kfb ist ein konkreter Beitrag zu wirksamer Entwicklungszusammenarbeit. Sie wird seit 1958 alljährlich in der Fastenzeit organisiert und österreichweit unter dem Slogan "teilen spendet zukunft" durchgeführt. Die kfb ruft in diesen Tagen zu persönlichem Verzicht auf und bittet, als konkreten Akt des Teilens und der Solidarität um finanzielle Unterstützung für ihre Projektpartnerorganisationen in Lateinamerika, Asien und Afrika.

Das diesjährige Motto lautet: „Gemeinsam für eine Zukunft in eigener Hand." Im Zentrum steht dabei die Befähigung von Frauen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und eine neue wirtschaftliche Existenz von Familien aufzubauen.. Mittels Plakaten, Handzetteln und Workshopangeboten wird über die Arbeit der ProjektpartnerInnen des heurigen Modellprojektes in Indien informiert.

Hilfe für Frauen in Indien

Jahrhundertelang lebten im Bundesstaat Jharkhand im Nordosten Indiens indigene Gemeinschaften von kleinbäuerlicher Landwirtschaft nach dem Rhythmus der Natur. Doch eines Tages kamen Bergbau-Gesellschaften in die Region Hazaribagh und machten aus dem einstigen „Garten der tausend Bäume“ eine Wüste der tausend Kohlenminen. Familien wurden enteignet, Männer und Frauen mussten ihre Felder verlassen und arbeiten nun für einen Hungerlohn in den Minen. Armut, Hunger, die Zunahme von Krankheiten und erhöhte Kindersterblichkeit zählen zu den traurigen Folgen.

Die beiden kfb-Partnerinnenprojekte CASS (Solidargemeinschaft der Adivasi von Chotanagpur) und BIRSA (Bindrai-Institut für Forschung, Fortbildung und Aktion) entstanden aus dieser Notsituation. Den Frauen und Männern von CASS und BIRSA geht es darum, Leben in die Dörfer zurückzubringen. Durch Rechtsberatung wird einerseits versucht, gestohlenes Land wieder zurück zu gewinnen, aber auch zivilen Widerstand gegen neue unrechtmäßige Landnahmen zu stärken. Fortbildungen zu ökologischer Landwirtschaft sowie der Ausbau von Saatgutbanken, von lokalen medizinischen Zentren u.v.m. hilft den Menschen neues Selbstbewusstsein und eine bessere Lebensqualität zu erlangen.

Weltweit fördert die Aktion Familienfasttag 100 Projekte, die wie BIRSA und CASS aus Initiativen vor Ort entstanden sind. Die Betroffenen haben selbst die Lösung ihrer Probleme in die Hand genommen um ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.

Fastensuppe unterm Stadtturm

Die katholische Frauenbewegung laden anlässlich der Aktion Familienfasttag 2020  - „Gemeinsam für eine Zukunft in eigener Hand“ am Aschermittwoch, 26. Februar zum Benefizsuppenesse ab 12.00 Uhr beim Stadtturm in Innsbruck ein. Sr. Bina Stanis wird zu Gast in Innsbruck sein und über ihre Arbeit berichten. Sie ist vom Projekt Cass im Nordosten Indiens, initiiert vom Orden der Missionsärztlichen Schwestern, gegründet von Sr. Anna Dengl aus Steg im Lechtal. Fastensuppenessen werden in den kommenden Wochen in vielen Pfarren in der Diözese organisiert.

Mehr Infos zur Aktion, Spendengütesiegel und Steuerlicher Absetzbarkeit unter:

Aktion Familienfasttag und www.teilen.at