Kalvarienberg
Der Innsbrucker Kalvarienberg liegt im Nordosten der Stadt, oberhalb des Stadtteils Arzl, und ist ein weithin sichtbarer Hügel mit großer historischer und kultureller Bedeutung. Durch seine erhöhte Lage prägt er das Ortsbild von Arzl und gilt bis heute als eines der wichtigsten Wahrzeichen des Stadtteils.
Der Hügel wurde schon sehr früh von Menschen genutzt. Archäologische Funde zeigen, dass sich hier bereits in vorgeschichtlicher Zeit Menschen aufgehalten haben. Spuren aus der Bronzezeit, aus der Römerzeit und aus dem frühen Mittelalter belegen, dass der Kalvarienberg lange vor seiner religiösen Nutzung ein besonderer Ort war.
Seine heutige religiöse Bedeutung erhielt der Kalvarienberg im 17. Jahrhundert. In den Jahren 1664/65 wurde auf der Kuppe des Hügels eine kleine barocke Kirche errichtet, die der Schmerzhaften Mutter Maria geweiht ist. Gleichzeitig entstand der Kreuzweg, der sich den Hang hinaufzieht. Die einzelnen Stationen erinnern an den Leidensweg Jesu und gaben dem Hügel seinen Namen, der sich auf den biblischen Kalvarienberg (Golgatha) bezieht. Im Inneren der Kirche wurden später, im 18. Jahrhundert, kunstvolle Deckenfresken ergänzt.
Neben seiner religiösen Bedeutung ist der Kalvarienberg auch ein beliebter Ort der Erholung. Spazierwege führen durch die naturnahe Landschaft, von oben bietet sich ein weiter Blick über Innsbruck und das Inntal. Aufgrund seiner besonderen Pflanzen- und Tierwelt steht das Gebiet seit 1981 unter Landschaftsschutz.
Heute verbindet der Innsbrucker Kalvarienberg auf eindrucksvolle Weise Geschichte, Glauben und Natur. Er ist sowohl ein Ort der Ruhe und Besinnung als auch ein wichtiges Stück kulturelles Erbe der Stadt Innsbruck und des Stadtteils Arzl.