Gottesdienste

Wöchentliche Gottesdienste

Samstag ........ 18:00 Uhr - Hl. Messe (Vorabendmesse)
Sonntag ........ 10:00 Uhr - Hl. Messe
Montag ......... 16:00 Uhr - Hl. Messe im Szenzi
Dienstag ....... 18:30 Uhr Rosenkranz, 19:00 Hl. Messe                

Donnerstag.....18.30 Uhr Rosenkranz, 19.00 Hl. Messe
Freitag ........... 09:00 Uhr - Hl. Messe (außer am 1. Freitag im Monat - da 18:00 Uhr - Anbetung,
                                                                                                                                19:00 Uhr - Hl. Messe)                      

 

Aktuelle Gottesdienstordnung

 wegen der Maßnahmen zum Coronavirus sind bis auf weiteres alle Gottesdienste, Andachten, Taufen und Hochzeiten ausgesetzt.

Wer das Sakrament der Beichte empfangen möchte, kann freitags zwischen 9 und 11 Uhr in die Sakristei kommen oder mit unserem Pfarrer einen eigenen Termin vereinbaren.

Pfarrer Mag. Henryk Goraus - Tel. 0676/87307466

 

Auszug EVANGELIUM, Freitag, 27.03.2020 Johannes 7, 1.25-30  „Wisst ihr wirklich, wer ich bin?“
Danach zog Jesus in Galiläa umher. Er hielt sich von Judäa fern, weil die führenden Männer dort ihn töten wollten. Einige Leute in Jerusalem sagten: »Seht euch das an! Ist das nicht der, den sie töten wollten? Er redet in aller Öffentlichkeit und keiner verbietet  es ihm! Sollten die Ratsmitglieder zu der Überzeugung gekommen sein, dass er der versprochene Retter ist? Aber wenn der Retter eines Tages auftritt, wird keiner wissen, woher er kommt. Und die Herkunft dieses Menschen kennen wir doch alle!«  Jesus aber, der gerade im Tempel lehrte, rief mit lauter Stimme: »Wisst ihr wirklich,  wer ich bin und woher ich komme? Ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen.  Aber der, der mich gesandt hat, ist glaubwürdig. Und den kennt ihr nicht. Ich kenne ihn, denn ich komme von ihm und er hat mich gesandt.«  Da wollten sie ihn festnehmen.  Aber keiner konnte Hand an ihn legen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. 
 
 
Kurzer Impuls:  Die Gedanken zum heutigen Text  können auch als Ergänzung zu gestern (Donnerstag, 26.03.) gesehen werden, denn wieder geht es darum, dass das Einfache und direkt vor uns-Liegende oftmals übersehen und nicht ernst genommen wird.  Gestern ging es darum, dass uns die einfache Logik des Herzens eigentlich zu dem Schluss führen müsste, dass Gott uns in der Gestalt eines einfachen Menschen zu begegnen und zu erretten sucht, und dass es dazu nichts weiter braucht, als unsere Bereitschaft für diese Begegnung. Aber was tut der Mensch? Er meint, noch etwas hinzufügen zu müssen,  es zu verkomplizieren und es dadurch seiner Einfachheit zu berauben.  Gott und die Bibel werden zum rationalen Diskussions- und Studienfach…  Der echte Glaube, die lebendige Gottesbeziehung  bedient sich aber des einfachen, geöffneten Herzenskanals. Mit dem heutigen Schrifttext kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu. Und zwar geht es hier ein Stück weit um die „Entmenschlichung“ des Heilsplans Gottes. Unsere Rettung geschieht nämlich genau in dem, was unser Leben ausmacht. Gott kommt in das Zentrum unserer Alltagserfahrungen und nicht irgendwoher aus der Fremde, vom „Himmel herabgefallen“.  Schon wieder erwarten wir, dass Gott eine äußere Größe darstellt, dass er in Distanz zu unserer Existenz steht und er von außen her auf uns zukommt,  „Wenn der Retter eines Tages auftritt, wird keiner wissen, woher er kommt. Und die Herkunft dieses Menschen kennen wir doch alle…“  Offensichtlich ist doch nicht klar, woher dieser Jesus tatsächlich kommt und vor allem, was er eigentlich beabsichtigt. Als Gott unseres Lebens mischt er sich in das Normale und Unaufgeregte unseres Alltags, um dort die Verbindung zu uns herzustellen. Denn echte Liebe kommt von innen und ist eine wachsende Größe! Gott baut sein Reich über unser Herz.    

 

Auszug EVANGELIUM, Samstag, 28.03.2020 Johannes 7, 40-53 „…Nach dem Hochmut kommt der Fall…“
Als die Leute in der Menge dieses Wort von Jesus hörten, sagten einige: »Er ist wirklich der Prophet, der kommen soll!«Andere meinten: »Er ist der versprochene Retter!«Wieder andere sagten: »Der Retter kommt doch nicht aus Galiläa! In den Heiligen Schriften steht, dass er von David abstammt und aus Betlehem kommt, dem Dorf, in dem David lebte.« Die Menge war also geteilter Meinung über ihn. Einige hätten ihn am liebsten festgenommen; aber niemand konnte Hand an ihn legen.  Die Gerichtspolizisten kehrten wieder zurück. Die führenden Priester und die Pharisäer fragten sie: »Warum habt ihr ihn nicht mitgebracht?« Die Männer antworteten: »So wie dieser Mensch hat noch keiner gesprochen.«  »Ihr habt euch also auch von ihm hinters Licht führen lassen!«, sagten die Pharisäer.  »Gibt es denn unter den Mitgliedern des Rates oder den Pharisäern einen Einzigen, der seinen Anspruch ernst nimmt? Die Menge tut es. Sie kennt Gottes Gesetz nicht und steht deshalb unter seinem Fluch.« Da sagte Nikodemus, der selbst Pharisäer und Ratsmitglied war und der Jesus früher einmal aufgesucht hatte: »Ist es nach unserem Gesetz möglich, einen Menschen zu verurteilen, ohne dass wir ihn verhört haben? Erst muss doch festgestellt werden, ob er sich strafbar gemacht hat.« »Du kommst anscheinend auch aus Galiläa«, erwiderten sie. »Lies die Heiligen Schriften genauer, dann wirst du sehen, dass der erwartete Prophet nicht aus Galiläa kommt.« Dann gingen sie alle nach Hause.
 
 Kurzer Impuls: In diesem Text erleben wir, wie einige „Gelehrte“ versuchen, Gott für die eigenen Zwecke zu beanspruchen und ihn auf einen für den einfachen Menschen unerreichbaren Sockel  zu stellen. Nach dem Motto „Wer zu Gott kommen möchte,  muss zunächst an uns vorbei“. Diese Energie ist überhaupt die giftigste und Jesus warnt an sehr vielen Stellen eindringlich davor. Diese „Gelehrten“ stellen die einzige Gruppierung in der Heiligen Schrift dar, gegen welche Jesus durchwegs radikal vorgeht, denn Jesus ist sich über die Konsequenzen dieser Herzenshaltung völlig im Klaren:  Der Hochmut steht in klarer Trennung zum lebendigen Gott! Darüber hinaus bewirkt er, dass dadurch suchende Menschen in die Irre geführt und von der Quelle abgetrennt werden. Der Hochmut kehrt die Wahrheit in ihr Gegenteil, um sich selbst rechtfertigen zu können. Den weiteren Fortgang kennen wir alle: Die Wahrheit wird ans Kreuz geschlagen und zum „Fluch“ degradiert. Vielleicht hat uns Gott mit seinem Sterben am Kreuz genau das klarmachen wollen: Der Hochmut endet genau in dieser Sackgasse! Nur wer in echter Herzensbindung zu ihm steht, den kann er am Ende mit ihm gemeinsam aus der Dunkelheit ins Licht holen. Uns allen sollte also dringlichst bewusst sein: Der Hochmut ist die echte Falle und der wirkliche Feind des Lebens! 

 

Zusammenfassung EVANGELIUM, Sonntag, 29.03.2020 „Ich bin die Auferstehung und das Leben!“
Lazarus aus Betanien war krank geworden – aus dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten.  Maria war es, die später die Füße des Herrn mit dem kostbaren Öl übergossen und dann mit ihrem Haar getrocknet hat; deren Bruder war der erkrankte Lazarus. Da ließen die Schwestern Jesus mitteilen: »Herr, dein Freund ist krank.« Als Jesus nach Betanien kam, lag Lazarus schon vier Tage im Grab.  Als Marta hörte, dass Jesus kam, ging sie ihm entgegen vor das Dorf, aber Maria blieb im Haus. Marta sagte zu Jesus: »Herr, wenn du hier gewesen wärst, hätte mein Bruder nicht sterben müssen. Aber ich weiß, dass Gott dir auch jetzt keine Bitte abschlägt.« »Dein Bruder wird auferstehen«, sagte Jesus zu Marta. »Ich weiß«, erwiderte sie, »er wird auferstehen, wenn alle Toten lebendig werden, am letzten Tag.« Jesus sagte zu ihr: »Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer mich annimmt, wird leben, auch wenn er stirbt, und wer lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben, in Ewigkeit nicht. Glaubst du mir das?« Sie antwortete: »Ja, Herr, ich glaube, dass du der versprochene Retter bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.« Nach diesen Worten ging Marta zu ihrer Schwester zurück, nahm sie beiseite und sagte zu ihr: »Unser Lehrer ist hier und will dich sehen!« Als Maria das hörte, stand sie schnell auf und lief zu ihm hinaus.  Als Maria zu Jesus kam und ihn sah, warf sie sich vor ihm nieder. »Herr, wenn du hier gewesen wärst, hätte mein Bruder nicht sterben müssen«. »Wo habt ihr ihn hingelegt?«, fragte Jesus. »Komm und sieh es selbst, Herr!«, sagten sie. Jesus fing an zu weinen. Da sagten die Leute: »Er muss ihn sehr geliebt haben!« »Nehmt den Stein weg!«, befahl er. Marta, die Schwester des Toten, wandte ein: »Herr, der Geruch! Er liegt doch schon vier Tage im Grab.« Jesus sagte zu ihr: »Ich habe dir doch gesagt, dass du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst, wenn du nur Glauben hast.« Da nahmen sie den Stein weg. Jesus blickte zum Himmel auf und sagte: »Vater, ich danke dir, dass du meine Bitte erfüllst. Nach diesen Worten rief er laut: »Lazarus, komm heraus!« Der Tote kam heraus; seine Hände und Füße waren mit Binden umwickelt und sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt. Viele Leute aus der Stadt, die zu Maria gekommen waren und alles miterlebt hatten, kamen zum Glauben an Jesus. (Evangelium; Joh. 11, 1-45)                                                                                

Kurzer Impuls: Selbst Gott weint über den Tod des Menschen! Er begibt sich auf unsere Ebene und weiß um die tiefste Grenze unserer menschlichen Existenz und den damit verbundenen Schmerz, er weiß um unser aus irdischer Sicht endgültiges Ausgeliefertsein.  Sein Handeln an dieser Schwelle geschieht nicht von oben herab, sondern kommt von innen her aus seinem tiefsten, mitfühlenden Herzen.  Aber warum lässt es Gott dann überhaupt so weit kommen? Hätte er die Heilung nicht früher ansetzen können, bereits aus der Ferne, als Jesus davon erfahren hat? Ich glaube, dass es hier vielmehr darum geht, dass Gott unser Augenmerk nicht auf das Wunder als solches lenken möchte, sondern vielmehr, dass wir SEINE VOLLMACHT als GOTT erkennen. Die eigentliche Auferstehungserfahrung macht der Mensch wohl in dem Moment, wo er zum Glauben an die Kraft Gottes findet, die den Tod für uns alle besiegen will. Marta findet zu dieser Erkenntnis noch bevor sie ihren Bruder wieder lebendig erlebt- als sie erwidert: »Ja, Herr, ich glaube, dass du der versprochene Retter bist!“  In dieser Erkenntnis ereignet sich doch wohl die eigentliche Auferstehung!