Nobelpreisträger arbeiten an neuer Erklärung zu KI und Frieden

Hochrangig besetzte Konferenz im "Borgo Laudato si" der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo

Nobelpreisträger, Religionsvertreter und Politiker beraten derzeit im "Borgo Laudato si" der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom über internationale Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Wie das Portal "Vatican News" berichtet, soll die "Römische Erklärung für einen unbewaffneten und abrüstenden Frieden im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz und der Atomwaffen" am Donnerstag auf dem Kapitol in Rom vorgestellt und unterzeichnet werden.

 

Im Mittelpunkt stehen autonome Waffensysteme, nukleare Abschreckung und die Risiken Künstlicher Intelligenz für militärische Entscheidungsprozesse. Außerdem diskutieren die Teilnehmer über Demokratie, digitale Gemeingüter und wirtschaftliche Ungleichheit.

 

Zu den Teilnehmern gehören der Physik-Nobelpreisträger David Gross, die Generalsekretärin der Pugwash-Konferenzen (Friedensnobelpreis 1995), Karen Hallberg, und der frühere kolumbianische Präsident und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos.

 

Das Treffen knüpft an die erste Sozialenzyklika von Papst Leo XIV. mit dem Titel "Magnifica humanitas" an, die Ende Mai veröffentlicht wurde. Darin befasst sich das Kirchenoberhaupt mit den Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz sowie aktuellen internationalen Konflikten. Der Papst weilt derzeit selbst in seiner Residenz in Castel Gandolfo. Offiziell ist seine Teilnahme an den Beratungen nicht vorgesehen.

 

Eine Meldung von www.kathpress.at 

Nobelpreisträger arbeiten an neuer Erklärung zu KI und Frieden
Foto: Deblu68/Wikipedia