Themenabend: Polnischer Widerstand in Innsbruck
Im Rahmen der Reihe „Tirol erinnert“ widmet sich ein Themenabend der polnischen Widerstandsgruppe, die sich während der NS-Zeit im Innsbrucker Untergrund formierte. Im Zentrum stehen unter anderem die Brüder Marian und Stefan Kudera, die ab 1943 gemeinsam mit polnischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern sowie Unterstützenden aus Innsbruck Aktivitäten gegen das NS-Regime organisierten.
Die Veranstaltung beleuchtet nicht nur die Struktur und Arbeitsweise der Gruppe, sondern auch deren tragisches Schicksal: Nach der Denunziation durch einen Spitzel wurde die Gruppe von der Gestapo aufgedeckt. Die Brüder Kudera wurden festgenommen, misshandelt und schließlich im Konzentrationslager Dachau ermordet.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Verbindung zur Holocaust-Überlebenden Leokadia Justman, deren Lebensgeschichte eng mit jener der Widerstandsgruppe verwoben ist. Forschende des Justman-Projekts präsentieren dazu aktuelle Erkenntnisse und treten erstmals öffentlich mit Nachkommen von Überlebenden in den Dialog.
Die Veranstaltung findet am 11. Juni im historischen Festsaal des Innsbrucker Landhauses statt und lädt dazu ein, sich mit einem wichtigen Kapitel der Zeitgeschichte auseinanderzusetzen und dessen Bedeutung für Gegenwart und Zukunft zu reflektieren.
Weitere Informationen unter: Zur Pressemeldung des Landes Tirol