Südtiroler Bischof besuchte frühere Papst-Diözese in Peru

Achttägige Reise zu sozialen Einrichtungen, Missionsprojekten und Pfarren in dem Andenland, die von der Diözese Bozen-Brixen aus unterstützt werden

Der Brixner Bischof Ivo Muser hat in Peru soziale Einrichtungen, Missionsprojekte und Pfarren besucht, die von Südtirol aus unterstützt werden. Gemeinsam mit der Leiterin von missio Bozen-Brixen, Irene Obexer Fortin, bereiste er bis Dienstag acht Tage lang das südamerikanische Land. Stationen waren die Hauptstadt Lima, Huaraz, Chacas, Zana. In Chiclayo im Norden Perus, wo Papst Leo XIV. von 2015 bis 2023 Bischof war, feierte die Delegation aus Südtirol in der Kathedrale einen Gottesdienst mit dem aktuellen Diözesanbischof Edinson Edgardo Farfán Córdova OSA.

 

Die in Peru besuchten Projekte umfassen nach Angaben der Diözese Bozen-Brixen ein Fördervolumen von insgesamt rund 300.000 Euro. Unterstützt werden pastorale und soziale Einrichtungen ebenso wie Bildungs-, Behinderten-, Wasser-, Landwirtschafts- und Umweltprojekte. "Wir haben noch einmal erfahren, wie wichtig es ist, dass wir Weltkirche sind, dass wir über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen, einander unterstützen und weiterhin zusammenarbeiten", zog missio-Leiterin Obexer Fortin eine positive Bilanz.

 

P. Juan Goicochea, Comboni-Missionar und Begleiter der Delegation, nannte die stark gestiegene Kriminalität, die Sorge vor einer intensiven Regenzeit im Zusammenhang mit El Nino und die weiterhin verbreitete Armut als drei große Herausforderungen in Peru. "Es geht darum, die Kinder, die Erwachsenen und die alten Menschen wahrzunehmen und ihre Lebensrealität zu sehen", so Goicochea.

 

Muser beeindruckt von den Menschen in Peru
"Von dieser beeindruckenden Reise durch Peru werden mir vor allem Gesichter und Menschen in Erinnerung bleiben", berichtete Bischof Muser laut Pressemitteilung. Die Delegation sei Kindern, Jugendlichen, Kranken, Menschen mit Behinderung und vielen engagierten Frauen und Männern begegnet. "Am Ende geht es darum, dass wir gut mit Menschen umgehen und ihnen mit Würde und Respekt begegnen", so Muser: "Mich hat sehr beeindruckt, wie die Menschen hier ihr Leben in die Hand nehmen und versuchen, das Beste daraus zu machen." 

 

Papst Leo XIV. hat eine enge Verbindung zu Peru: Der in Chicago geborene Augustinermissionar lebte fast 20 Jahre im Land, wurde 2015 peruanischer Staatsbürger und war von 2014 bis 2023 Diözesanbischof von Chiclayo. Von 11. bis 17. November wird der Papst im Rahmen einer längeren Südamerikareise in Peru erwartet. Zuvor besucht das Kirchenoberhaupt vom 6. bis 8. November Uruguay und vom 8. bis 11. November Argentinien.

 

Eine Meldung von www.kathpress.at 

Südtiroler Bischof besuchte frühere Papst-Diözese in Peru
Foto: Diözese Bozen-Brixen