Pilgerweg „Hoch und Heilig“ um digitalen Erlebnispunkt erweitert
Der Pilgerweg „hoch und Heilig“ ist um ein neues digitales Erlebnis reicher: Von 27. bis 29. Mai wurde erstmals ein neuer Animationsfilm in Matrei, Thal-Assling und Heinfels präsentiert. Mit dieser Osttiroler Filmproduktion fand ein grenzübergreifendes Projekt seinen Abschluss, das historische Inhalte auf zeitgemäße Weise zugänglich macht. Im Zentrum stehen die Geschichten rund um Maria Magdalena, wie sie ein gotisches Altarretabel in einer Kirche am Pilgerweg „Hoch und Heilig“ erzählt – nun neu zum Leben erweckt.
Angelika Stegmayr, Leiterin von BILDUNG.gestalten, betont: „Wenn Grenzen im Kopf fallen, wird echte Zusammenarbeit möglich: Interreg-Projekte machen genau das – sie holen Geschichten wie jene der Maria Magdalena aus der Vergangenheit heraus, bringen sie als Animationsfilm ins Heute und feiern sie bei Premieren, die Menschen über Regionen hinweg zusammenbringen.“
Vom Altar in die Gegenwart: Maria Magdalena neu erzählt
Maria Radziwon, Seelsorgerin und Autorin, ordnet die Figur für das Filmpublikum ein: „Maria Magdalena ist eine Frau mit vielen Rollen – in jedem Fall eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich nicht von den Umständen ihrer Zeit abbringen hat lassen, wirklich dem zu folgen, wohin ihr Herz sie geführt hat. Maria Magdalena ist so etwas wie eine Wegbegleiterin und Ermutigerin in den Höhen und Tiefen des Lebens.“
Über Höhen und Tiefen führt auch der 2018 eröffnete Bergpilgerweg „Hoch und Heilig“, der in neun Etappen von Lavant bis nach Heiligenblut verläuft und Natur, Spiritualität und Geschichte miteinander verbindet. Die erste Etappe von Lavant nach St. Korbinian – einem der herausragenden mittelalterlichen Sakralbauten Tirols – wurde nun um einen neuen Erlebnispunkt erweitert. Im Rahmen eines EU-geförderten Interreg-Projekts konnte das Bildungshaus Osttirol ein kunsthistorisches Highlight entlang des Weges neu erschließen. „Auf dem sportlich herausfordernden Pilgerweg war es wichtig, diese erste familienfreundliche Etappe um ein Angebot für alle Generationen zu erweitern“, sagt Monika Reindl vom Bildungshaus Osttirol.
Digitale Einblicke in ein verborgenes Kulturerbe
Die spätmittelalterliche Kirche beherbergt drei gotische Flügelaltäre von hoher kunsthistorischer Qualität. „Da die Kirche nur nach Voranmeldung zugänglich ist und ihre kostbaren Kunstwerke durch einen Glasvorraum geschützt sind, eröffnet der neue digitale Zugang eine besondere Möglichkeit“, erklärt Diözesankonservator Stefan Schöch. Pilger und Interessierte können den Kurzfilm direkt vor Ort über ihr Smartphone abrufen und so in die Geschichte des Altars sowie der Figur der Maria Magdalena eintauchen.
Weiterführender Veranstaltungstipp
Fünftägige begleitete Pilgerwanderung mit Dekan Bernhard Kranebitter und Bergwanderführer Edi Unterweger: https://bho.dibk.at/hochundheilig2
Alternativ ist der Film auch online verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=plePBno666U
Hier wäre ein Youtube video
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