MUTige Lange Nacht: Kirche bringt Menschen ins Gespräch

Über 100 Veranstaltungen luden in der Diözese Innsbruck zu Begegnung, Kultur und Dialog ein.

Mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst in der Spitalskirche ist die Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai in Innsbruck gestartet. „Bitten wir um den Mut auf das Herz zu hören, auf diese innere Stimme. Das wünschen wir heute Abend ganz vielen Menschen“, betonte Bischof Hermann Glettler und unterstrich damit das diesjährige Motto „MUTeinander“, das den gesamten Abend prägte. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung, Kirche als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Ermutigung neu zu entdecken.

 

Mehr als 100 Veranstaltungen in rund 50 Kirchen und kirchlichen Einrichtungen machten die Vielfalt kirchlichen Lebens sichtbar. Spirituelle Angebote, Konzerte, Führungen und Mitmachformate eröffneten unterschiedliche Zugänge zum Glauben und luden Menschen aller Generationen ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das große ehrenamtliche Engagement trug wesentlich zum Gelingen der Langen Nacht bei und wurde vielerorts sichtbar.

MUTige Lange Nacht: Kirche bringt Menschen ins Gespräch
Ökumenische Eröffnung in der Kirche im Herzen der Stadt - Spitalskirche Innsbruck - Foto: Cincelli/dibk
Vom Papst bis ins Bischofshaus – abwechslungsreiche Programmpunkte

Besondere inhaltliche Akzente setzten ausgewählte Programmpunkte: In der Schneiderkirche in Hall sorgte der Vortrag des Vatikan-Journalisten Mario Galgano für großes Interesse. Er beleuchtete aktuelle Entwicklungen in der Weltkirche und lud zur Auseinandersetzung mit dem Pontifikat von Papst Leo XIV. ein. Auch die ökumenische Zusammenarbeit spielte eine zentrale Rolle: Insgesamt sechs christliche Kirchen gestalteten das Programm mit und setzten ein starkes Zeichen für das Miteinander über Konfessionsgrenzen hinweg. Begegnungen mit orthodoxen, evangelischen und weiteren christlichen Traditionen eröffneten neue Perspektiven und förderten den Dialog.

 

Ein lebendiger Treffpunkt war auch das Bischofshaus, wo Besucherinnen und Besucher bei einem gemeinsamen Pastaessen unkompliziert miteinander ins Gespräch kamen. Das Angebot verstand sich zugleich als Ausblick auf die Initiative „Pasta per Tutti“, die im Juni im Innsbrucker Dom fortgesetzt wird und den sozialen Charakter kirchlicher Projekte sichtbar macht. Gerade solche niederschwelligen Begegnungsformate unterstrichen das Anliegen der Langen Nacht, Gemeinschaft konkret erfahrbar zu machen.

Vom Papst bis ins Bischofshaus – abwechslungsreiche Programmpunkte

Vorgeschmack auf Pasta per Tutti vor dem Bischofshaus - Foto: dibk

Dialog zwischen Generationen, Kulturen und Konfessionen

Insgesamt zeigte der Abend eindrucksvoll, wie Kirche in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen Räume der Hoffnung und des Zusammenhalts eröffnen kann. Der Dialog zwischen Generationen, Kulturen und Konfessionen wurde vielerorts gelebt und machte die Lange Nacht der Kirchen einmal mehr zu einem wichtigen Impulsgeber für das Miteinander in der Stadt.

Als Hauptsponsor leistete die Wiener Städtische Versicherung einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Langen Nacht der Kirchen und unterstrich damit die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. So bleibt die Lange Nacht der Kirchen 2026 als lebendiger Ausdruck von „MUTeinander“ in Erinnerung – als Abend, der Menschen zusammenbrachte und neue Perspektiven eröffnete.

Dialog zwischen Generationen, Kulturen und Konfessionen

Foto: Cincelli/dibk

Dialog zwischen Generationen, Kulturen und Konfessionen