Mobilität für die Bildung: ChristophorusAktion 2026

Hilfe im Zeichen internationaler Solidarität – Schwerpunkt: Bildung – Schulbusse für Kenia und Nepal, Minivan für Brasilien

Die MIVA Austria startet im Juli 2026 ihre traditionelle ChristophorusAktion und bittet vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Reisende um ihre solidarische Unterstützung. „Pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent – oder umgerechnet ein Euro pro tausend zurückgelegtem Kilometer – für ein MIVA-Fahrzeug“ lautet die Spendenbitte. Jahr für Jahr werden Fahrzeugprojekte in mehr als 50 Ländern der Welt unterstützt. Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr die Hilfe für Bildung und Ausbildung junger Menschen.

 

„Little Flower School“ in Sehari, Nepal 

Sehari liegt in der Provinz Sudurpashchim, im Westen Nepals. Die kirchliche Schule „Little Flower School“ fördert dort ihre Schülerinnen und Schüler mit vielen kreativen Methoden und bringt so die „kleinen Blumen“ zu Blühen. Die Kinder und Jugendlichen gehören zur Minderheit der Tharu, die sich selbst „Menschen des Waldes“ nennt. Die Armut ist groß; die Familien können selbst keinen Transport zur Schule organisieren. Um den Kindern einen langen und vor allem in der Regenzeit gefährlichen Schulweg zu ersparen, ist ein Schulbus im Einsatz. Allerdings stößt er längst an seine Grenzen. Die Nachfrage ist groß, denn die Eltern sehen die Schule als große Chance für ihre Kinder. Der Schulbus ist mittlerweile am Morgen zweieinhalb Stunden unterwegs und kann trotzdem nicht alle Kinder abholen. Ein zweiter Bus soll jetzt Entlastung bringen. Er wird etwa 33.000 Euro kosten.

 

Mühlviertler Initiative in Kamobo, Kenia 

In der im Westen Kenias gelegenen Provinz Rift Valley leben viele Menschen in Armut. Die öffentlichen Schulen sind in der Regel unterfinanziert. Bis zu 90 Kinder werden in einer Klasse unterrichtet, was die Lehrkräfte an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringt. Trotzdem ist der Schulbesuch für viele zu teuer. Die Kosten für Schuluniformen, Lehrmaterialien und Transport zur Schule übersteigen die Budgets der Familien. Der Mühlviertler Verein Arbing meets Africa bietet in Kamobo Non-Profit-Schulen. Zu einer bestehenden Grundschule hat er nun auch eine „Junior Secondary School“ gegründet. Die beiden Schulen bieten gediegene Bildung von der Vorschule bis zum Schulabschluss und versorgen die Schülerinnen und Schüler außerdem mit zwei Mahlzeiten täglich. Auch in Kamobo ist bereits ein Schulbus im Einsatz. Ein zweiter wird nach der Eröffnung der neuen Schule dringend gebraucht. Er kostet etwa 49.680 Euro.

 

Ein Kleinbus für Brasilien 

In Garanhuns, im nordöstlichen Bundesstaat Pernanmbuco, haben „Schwestern der Maria von Schoenstatt“ ein Bildungszentrum mit Schwerpunkt auf Jugendarbeit eingerichtet. Die Nachfrage ist groß, aber für manche Jugendliche ist es schlicht zu teuer, mit dem Autobus anzureisen. Darum haben die Schönstädter Marienschwestern einen Abholdienst eingerichtet und verlegen manche Bildungsangebote hinaus in die Dörfer. Das Auto, das dafür bisher zur Verfügung stand, ist alt und auf den schlechten Straßen klapprig geworden. Nun soll ein Kleinbus mit sieben Sitzen aushelfen. Zu den Kosten von etwa 22.000 Euro soll die MIVA 9.000 Euro beitragen.

 

Fahrzeugsegnungen in ganz Österreich - Christophorus-Wochenende am 18. und 19. Juli 2026 als Höhepunkt 

Die große Juli-Sammelaktion der MIVA hat ihren Namen vom Heiligen Christophorus. Nach einer alten Sage hat er das Christuskind über einen reißenden Fluss getragen. Daher kommt auch sein Name „Christus-Träger“. Christophorus gilt als Schutzpatron des Verkehrs und aller Reisenden. In der MIVA steht er auch dafür, dass Mobilität mit denen geteilt wird, die sie dringend brauchen. Die MIVA-ChristophorusAktion steht für internationale Solidarität und Verbundenheit. Passend dazu finden am ChristophorusSonntag – dem Höhepunkt der Spendenaktion – am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli 2026, vielerorts in den Pfarrgemeinden in ganz Österreich Fahrzeugsegnungen statt und es werden besondere Sammelkörbe oder Opferstöcke aufgestellt. Ob mit Kinderwagen, Scooter, Bobbycar, Trettraktor, Fahrrad, Rollator oder doch mit dem eigenen Auto angereist – der Mobilität sind keine Grenzen gesetzt – und alle bekommen den Segen für unfallfreies Fahren und sicheres Nachhausekommen. Eine Übersicht der Fahrzeugsegnungen in den einzelnen Pfarrgemeinden (laufende Aktualisierung sowie Sortiermöglichkeit nach Diözesen) findet sich unter: www.miva.at/fahrzeugsegnungen

 

Über die MIVA 

Die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, kurz MIVA, ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche und unterstützt alljährlich Projekte in Ländern des globalen Südens. Ihr Ziel ist es, Menschen in den ärmsten Regionen der Welt mit lebensnotwendiger Mobilität im pastoralen, medizinischen oder sozialen Bereich zu unterstützen. Mobilität ist vielfältig: Sie sichert Existenzen, ermöglicht Bildung, schenkt den Menschen Hoffnung, hilft Distanzen zu überwinden und rettet im Notfall Leben.

 

Viele weitere Infos zu den Projekten sowie den Spendenmöglichkeiten der diesjährigen MIVA-ChristophorusAktion unter: www.miva.at/christophorusaktion2026

Mobilität für die Bildung: ChristophorusAktion 2026
Foto: MIVA Austria - Christoph Haslinger-Galipeau