Kirchenglocken läuten gegen Hunger

Mehr als 3.000 Kirchenglocken läuten am 31. Juli gegen den Hunger

Ein deutliches Zeichen der Solidarität setzt auch heuer wieder die österreichweite Aktion „Glockenläuten gegen den Hunger“. Am Freitag, 31. Juli 2026, läuten um 15 Uhr für fünf Minuten mehr als 3.000 Kirchenglocken in ganz Österreich. Zahlreiche Pfarren der Diözese Innsbruck beteiligen sich an der Aktion und machen damit auf die weltweite Hungersituation aufmerksam.

 

Hunger, Wasserknappheit und die Folgen der Klimakrise prägen den Alltag vieler Menschen in den westafrikanischen Partnerländern der Caritas Tirol, Burkina Faso und Mali. Unsichere Ernten und schwierige Lebensbedingungen verschärfen die Ernährungsunsicherheit vieler Familien. Mit ihrer aktuellen Sommersammlung unterstützt die Caritas Tirol deshalb Hilfsprojekte vor Ort. Seit mehreren Jahrzehnten arbeitet sie dabei eng und erfolgreich mit lokalen Partnerorganisationen zusammen.

 

„Das Glockenläuten macht auf stille Katastrophen aufmerksam: Millionen Menschen leiden täglich unter Hunger. Mit dieser Aktion geben wir den Betroffenen eine Stimme und setzen ein hörbares Zeichen der Solidarität“, erklärt Caritas-Direktorin Elisabeth Rathgeb.

 

Auch Bischof Hermann Glettler hält die Aktion für ein wichtiges Zeichen: „Das Glockenläuten gegen den Hunger ist eine starke und zugleich hilflose Geste: Das Läuten zur Sterbestunde Jesu ist stark, weil es Gottes Leidenschaft und Auftrag deutlich macht: Leben retten - jetzt! Und es ist schwach, weil es kaum etwas an den beschämenden Fakten ändert: Nach Schätzungen sterben täglich über 25.000 Menschen an den Folgen von Hunger – das entspricht der Einwohnerzahl von zwei Tiroler Kleinstädten. Täglich! Ich danke allen Spenderinnen und Spendern, die sich an der Caritas Sommersammlung beteiligen und allen, die die Glocken zum Schwingen bringen, damit die Menschlichkeit über die Gleichgültigkeit siegt!“.

 

Im Rahmen der Caritas-Sommersammlung wird für Menschen in Not in den westafrikanischen Partnerländern der Caritas Tirol, Mali und Burkina Faso, gesammelt.

 

Traurige Fakten & hörbares Zeichen
Weltweit leiden rund 673 Millionen Menschen an Hunger. Das entspricht mehr als acht Prozent der Weltbevölkerung – oder jedem zwölften Menschen. Damit sind mehr Menschen von Hunger betroffen, als die Europäische Union Einwohnerinnen und Einwohner zählt. 

Kirchenglocken läuten gegen Hunger
Foto: Sigl