Kennen Sie Carl Lampert?
Vielleicht war er das prominenteste Opfer der NS-Diktatur in Tirol: Carl Lampert (1894-1944). Als Stellvertreter des damaligen Bischofs in Innsbruck riskierte er Kopf und Kragen für die Freiheit und den Rechtsstaat. Er protestierte ohne Rücksicht auf persönliche Nachteile gegen politische Willkür und zog sich so die Feindschaft von Gauleiter Franz Hofer zu. Die Folgen waren Aufenthalte in den KZ Dachau und Sachsenhausen. Schwer gefoltert kam Lampert vor das Reichskriegsgericht. Protokolle aus dem Prozess zeigen ihn als einen, der geradlinig für seine Überzeugungen einstand. „Richter: Was schätzen Sie höher: das Evangelium oder Hitlers „Mein Kampf“? Lampert: Das Evangelium ist Gottes Wort und verkündet die Liebe. Das Buch des Herrn Hitler ist das Werk eines Menschen und predigt den Hass.“ 1944 wurde Carl Lampert hingerichtet.
Das Vorarlberger Landestheater bringt im Theaterstück „Carl Lampert – das erste Gebet“ dessen Leben eindrücklich auf die Bühne. Es zeichnet wichtige Stationen seines Wirkens nach und wie er in der Verfolgung innerlich über sich hinaus gewachsen ist.
Theater-Reise am Sonntag, 1. März
Begleitung: Anno Schulte-Herbrüggen, Pfarrer in Innsbruck-Mariahilf; Hermann Weiskopf, Regie
Der Bus ab Wiesing (10:30 Uhr) hält an mehreren Orten im Inntal (Hall, Innsbruck, Pettnau, Mils)
Kosten: 130 €
Anmeldung bis Freitag, 13. Februar: Karin Adami, Pilgern und Reisen mit dem Tiroler Sonntag, Tel. 0512 2230 2228 (Dienstag und Donnerstag) bzw. pilgerfahrten@dibk.at