Jungschar am Balkan unterwegs
Am vergangenen Freitag kehrte eine Gruppe der Katholischen Jungschar der Diözese Innsbruck aus Bosnien und Herzegowina zurück. Die jungen Pilgerinnen und Pilger im Alter zwischen 14 und 27 Jahren begaben sich dort auf eine spirituelle Spurensuche. Neben katholischen Einrichtungen besuchten sie auch heilige Orte anderer Religionen sowie ein Konzert des Österreichischen Kulturforums in Sarajevo.
Zunächst erkundeten die Jugendlichen die Stadt Sarajevo auf eigene Faust. Dabei stellten sie sich markante Sehenswürdigkeiten gegenseitig im Rahmen von Kurzreferaten vor. Auch eine Wanderung zur mit Graffiti überzogenen Bobbahn, die für die Olympischen Winterspiele 1984 errichtet und im Krieg zerstört wurde, stand auf dem Programm. Weitere Ausflüge führten ins Franziskanerkloster nach Konjic, zum Genozid-Memorial-Center nach Srebrenica und zur berühmten Brücke von Mostar. Schnell entdeckt wurden auch die Gassen mit ihren zahlreichen Souvenirständen. Bei einer Kajaktour auf der Neretva konnte sich die Gruppe von den spätsommerlichen Temperaturen erholen.
Die Sonntagsmesse feierten die Jugendlichen bei den Franziskanern im Sarajever Stadtteil Bistrik. Zu den religiösen Ausflugszielen zählten neben der katholischen Kathedrale auch die alte orthodoxe Kirche, die aschkenasische Synagoge und die Gazi-Husrev-Beg-Moschee. Auf dem Programm stand außerdem der Besuch eines Katzenmuseums. „Man merkt, dass die Kultur des Landes und die guten wie auch die schwierigen Seiten der Geschichte in den Menschen lebendig sind“, sagt die 14-jährige Teilnehmerin Paula.
Nach einem Empfang im Rathaus von Sarajevo durch Vizebürgermeisterin Mirela Džehverović wurde die Reisegruppe noch von der Stadt Innsbruck auf traditionelle Ćevapi eingeladen. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst im Jugendpastoralzentrum Ivan Pavao II., wo die Gruppe während ihres Aufenthalts untergebracht war. Dort baten die Jugendlichen um den Segen für die lange Heimreise. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kehrten mit vielen eindrucksvollen Erlebnissen und neuen Freundschaften nach Tirol zurück. Ein besonderer Dank gilt dem Förderprogramm „Denk dich neu“ sowie der Bischöflichen Mensa für die Unterstützung der Reise.