Glaubensinitiative Alpha Österreich verzeichnet starkes Wachstum

Geschäftsführer Gfrerer sieht offene Gesprächskultur und persönliche Begegnung als Schlüssel - Besonderer Fokus auf Jugendliche

Die Glaubenskurs-Reihe Alpha Österreich hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnet und will seine Arbeit künftig insbesondere unter Jugendlichen weiter ausbauen. Wie Geschäftsführer Jakob Gfrerer in der deutschen katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost" (online) erläutert, fanden 2025 österreichweit 414 Alpha-Kurse in 195 Pfarren mit insgesamt 7.866 Teilnehmern statt. Rund ein Drittel der Gäste waren Jugendliche. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 31 Prozent.

 

Alpha ist eine internationale Initiative zur Glaubensvertiefung, die Menschen in ungezwungener Atmosphäre zu Gesprächen über Leben, Glauben und Sinn einlädt. Das Format verbindet gemeinsames Essen, einen kurzen Impuls - häufig per Video - und den Austausch in Kleingruppen. Zielgruppe sind insbesondere Suchende, Zweifelnde und kirchenferne Menschen.

 

Für Gfrerer liegt die besondere Stärke des Konzepts in seiner offenen Atmosphäre - "Jeder darf einfach da sein" - und es werde "nicht geurteilt". Unterschiedliche Menschen kämen miteinander ins Gespräch, etwa "wenn einmal die Rechtsanwältin neben dem Busfahrer und neben dem Werbeagenturtypen sitzt und die sich über das Leben austauschen". Gerade daraus entstehe Gemeinschaft. Die eigentliche Dynamik könne jedoch nicht organisiert werden, "die macht der Heilige Geist".

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit Jugendlichen. Schülerinnen und Schüler organisierten in Schulen eigenständig Alpha-Kurse für Gleichaltrige, was der Geschäftsführer als bemerkenswertes Zeichen von Eigeninitiative bezeichnete. Die neue "Alpha Youth Series" wurde im vergangenen Jahr in mehreren Städten vorgestellt. Bei einer Veranstaltung im Wiener Zentrum Johannes Paul II. seien mehrere hundert junge Leute zusammengekommen, sodass drei zusätzliche Übertragungsräume benötigt wurden. Dies habe "richtig Hoffnung gegeben für die Zukunft", so Gfrerer.

 

Nach seinen Erfahrungen suchten junge Menschen weniger Belehrung als echte Beteiligung und von anderen ernst genommen zu werden. "Nicht das Bepredigtwerden, sondern das Zuhören, das ist ihnen sehr wichtig", erklärte der Geschäftsführer. Deshalb säßen die Teilnehmer bei Alpha bewusst im Kreis statt in Reihen, jede Meinung solle gleichermaßen Platz haben.

 

Auch 2026 setze Alpha Österreich seinen Schwerpunkt auf die junge Generation. Geplant sind unter anderem "Alpha Youth Partys" in mehreren Landeshauptstädten sowie Vernetzungstreffen für Jugendleiter. Höhepunkt ist die internationale LEAD26-Konferenz am 6. und 7. November in Wien, zu der unter anderem die Alpha-Pioniere Nicky und Pippa Gumbel aus London erwartet werden. (Info: https://alpha.at )

 

 

Glaubensinitiative Alpha Österreich verzeichnet starkes Wachstum
Foto: Cincelli/dibk