Familienfreundlichkeit mit Brief und Siegel
ie Diözese Innsbruck wird mit dem staatlichen Gütezeichen „berufundfamilie“ ausgezeichnet. Das Audit-Kuratorium hat die Verleihung des Grundzertifikats beschlossen. Damit darf sich die Diözese Innsbruck bis Sommer 2029 offiziell als familienfreundliche Arbeitgeberin ausweisen. Die feierliche Übergabe der Auszeichnung erfolgt am 15. September in Wien. Die Zertifizierung bestätigt den eingeschlagenen Weg, Beruf, Familie und unterschiedliche Lebensrealitäten besser miteinander vereinbar zu machen. Das Grundzertifikat ist von 2. Juli 2026 bis 1. Juli 2029 gültig.
Die Diözese Innsbruck beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichsten Berufsfeldern. Mehr als drei Viertel davon sind Frauen. Eine wertschätzende Unternehmenskultur und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit zählen seit vielen Jahren zu den zentralen Anliegen der Arbeitgeberin. Mit der Zertifizierung „berufundfamilie“ wird dieses Engagement nun auch offiziell sichtbar gemacht.
Der Weg zum Zertifikat war von Beginn an als Beteiligungsprozess angelegt. Nach einer Bestandsaufnahme und einer Mitarbeiterbefragung kamen in mehreren Workshops Beschäftigte aus unterschiedlichen Bereichen, Altersgruppen und Lebenssituationen zusammen. Sie analysierten die bestehenden Rahmenbedingungen und entwickelten gemeinsam konkrete Maßnahmen für die kommenden Jahre. Aus diesem Prozess entstand eine Zielvereinbarung mit 16 Vorhaben, die nun schrittweise umgesetzt werden.
Praxisnahe Entscheidungen nach Workshops
„Die Zertifizierung lebt davon, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Erfahrungen und Bedürfnisse einbringen. In den Workshops wurde sehr offen darüber gesprochen, was Familienfreundlichkeit im Arbeitsalltag bedeutet. Daraus sind konkrete und praxisnahe Maßnahmen entstanden, die den unterschiedlichen Lebensrealitäten in unserer Diözese gerecht werden“, sagt Elisabeth Falger, Fachreferentin Personal – Recruiting.
Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem Leitfäden zu Themen wie Karenz, Papamonat, Väterkarenz, Pflege von Angehörigen oder Altersteilzeit. Geplant sind außerdem Verbesserungen bei Vertretungsregelungen und Arbeitsorganisation, eine stärkere Planbarkeit von Abläufen sowie neue Angebote zur Vernetzung von Familien. Dazu gehören beispielsweise ein Familienfest, eine Familienwallfahrt und die Prüfung organisatorischer Voraussetzungen für „Bring your Family to Work“-Modelle in besonderen Betreuungssituationen.
Begleitet wird die Umsetzung von einer eigenen Arbeitsgruppe. Zusätzlich soll eine jährliche Befragung die Familienfreundlichkeit der Diözese evaluieren und Anregungen für weitere Verbesserungen liefern. „Das Gütezeichen bestätigt unseren bisherigen Weg und bestärkt uns darin, Familienfreundlichkeit als gelebte Praxis kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir sehen darin zugleich den Auftrag, bewährte Lösungen laufend an neue Anforderungen anzupassen und innovative Angebote für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. So fördern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, stärken eine moderne Arbeitskultur und bleiben eine attraktive Arbeitgeberin“, betont Michael Schallner, Leiter des Zentralen Dienstes Personal.
Mit dem staatlichen Gütezeichen setzt die Diözese Innsbruck ein sichtbares Zeichen für eine familienbewusste Personalpolitik. Gleichzeitig versteht sie die Auszeichnung als Auftrag, den eingeschlagenen Weg gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiterzugehen und Familienfreundlichkeit in allen Lebensphasen nachhaltig zu fördern.