"Ein wacher Zeuge der Frohbotschaft"

Die Diözese Innsbruck trauert gemeinsam mit der Diözese Linz um Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB, der am 31. Jänner 2026 im 94. Lebensjahr im Domherrenhaus in Linz verstorben ist

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler erinnert an Aichern als geistlich tief verwurzelten Menschen, dessen Wirken weit über seine Diözese hinaus Orientierung gegeben hat.

„Seine geerdete, benediktinische Spiritualität, seine Lebensfreude und seine beständige Sorge um ein belastbares Miteinander in einer vielfach belasteten Gesellschaft wurden für unzählige Menschen zur echten Orientierung“, so Bischof Glettler in seiner Stellungnahme.

Besonders dankbar zeigt sich Glettler für die persönliche Verbundenheit mit dem emeritierten Linzer Bischof: „Ich bin dankbar für zahlreiche persönliche Ermutigungen, die ich von ihm erhalten habe.“ Bis zuletzt habe Maximilian Aichern eine große Wachsamkeit für den Erhalt des Menschlichen ausgezeichnet – verbunden mit einem klaren, wort- und tatkräftigen Einsatz für sozial Benachteiligte.

 

Bleibender Auftrag für Kirche und Gesellschaft 

Für Bischof Glettler bleibt Aichern auch über seinen Tod hinaus ein wichtiger Zeuge des Evangeliums: „Vor allem sein Beitrag zur Erstellung des ökumenischen Sozialwortes im Jahr 2003, das nichts an Dringlichkeit verloren hat, bleibt unvergesslich.“ Damit habe er Maßstäbe für eine Kirche gesetzt, die gesellschaftliche Verantwortung übernimmt und sich konsequent an der Menschenwürde orientiert.

Abschließend vertraut Glettler den Verstorbenen dem barmherzigen Gott an:
„Der barmherzige Gott, dessen Herz für jeden Menschen schlägt, möge Bischof Maximilian mit der Freude des Himmels beschenken. Die Verbundenheit bleibt.“ 

 

Sozialbischof mit weitem Herzen 

Maximilian Aichern, Benediktiner von St. Lambrecht, stand von 1982 bis 2005 als Bischof an der Spitze der Diözese Linz. Österreichweit und darüber hinaus prägte er die Kirche als sogenannter „Sozialbischof“. Sein bischöflicher Wahlspruch „In caritate servire“ – In Liebe dienen – war Leitmotiv seines Wirkens ebenso wie seines persönlichen Lebensstils, der von Einfachheit und Nähe zu den Menschen gekennzeichnet war.

Die Diözese Innsbruck verbindet sich im Gebet mit allen, die um Bischof em. Maximilian Aichern trauern, besonders mit der Diözese Linz und der benediktinischen Gemeinschaft von St. Lambrecht.

 

 

 

"Ein wacher Zeuge der Frohbotschaft"
Maximilian Aichern war von 1982 bis 2005 Bischof der Diözese Linz. © Diözese Linz / Johannes Kienberger