Ein Vatikanblick auf Papst Leo XIV.

Zwischen Nähe, Zuhören und Zukunft - in der Schneiderkirche in Hall

Wie prägt Papst Leo XIV. die Kirche im ersten Jahr seines Pontifikats? Der Vatikanjournalist Mario Galgano gibt bei der Langen Nacht der Kirchen in Hall seltene Einblicke hinter die Kulissen und persönliche Eindrücke. Freitag, 29.5. um 20 Uhr im WIDER.STAND Hall, Franz-Reinisch-Platz, neben der Pfarrkirche. 

 

Wenn Mario Galgano spricht, ist das kein Blick von außen: Der Schweizer Journalist arbeitet seit Jahren im Vatikan, ist Redakteur bei „Vatican News“ und Moderator bei Radio Vatikan. Bei der Langen Nacht der Kirchen in Hall in Tirol gewährt er Einblicke hinter die Kulissen. Seit der Wahl von Robert Francis Prevost zu Papst Leo XIV. am 8. Mai 2025 verfolgt Galgano dessen Wirken aus nächster Nähe – und erlebt ihn als „sehr zugänglich und freundlich“. Besonders prägend sei seine Fähigkeit zuzuhören und individuell auf Menschen einzugehen.

 

Galgano nennt den Führungsstil „jesuitisch“: zuerst hören, dann abwägen, schließlich handeln. Statt schneller Antworten setzt Leo XIV. auf Reflexion und nachhaltige Entscheidungen. Unspektakulär, aber möglicherweise prägend. Wichtiger noch als große Gesten sind für Galgano kleine Zeichen: Nähe zu Ausgegrenzten, echte Aufmerksamkeit, gelebte Barmherzigkeit.

 

So entsteht das Bild einer Kirche, die Brücken baut – nach innen wie nach außen. Erste Schritte zur Stärkung des Zusammenhalts und neue diplomatische Wege seien erkennbar. Wohin das führt, bleibt offen. Genau darin liegt die Spannung des Abends: Welche Vision hat dieser Papst für die Kirche der Zukunft? Die Veranstaltung lädt ein, diese Perspektiven gemeinsam zu entdecken und zu diskutieren.

Ein Vatikanblick auf Papst Leo XIV.
Foto: Vatican Media/Galgano