Aleximesse 2026: Zeichen der Hoffnung und Geduld
Bischof Hermann Glettler erinnerte in seiner Predigt daran, dass Gott den einzelnen Menschen nicht aus dem Blick verliert und gerade in Zeiten von Enttäuschung und Unrecht Hoffnung schenkt.
Mit der jährlichen Aleximesse gedenkt die Diözese Innsbruck des heiligen Alexius, dessen Lebensgeschichte von Demut, Geduld und einem tiefen Vertrauen auf Gott geprägt war. Seit dem Erdbeben von 1670 wird der „stille Stadtpatron“ jedes Jahr am 17. Juli besonders verehrt.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen heuer drei Theologiestudenten aus der Ukraine. Bereits am Vorabend hatten sie die Göttliche Liturgie in der Innsbrucker Spitalskirche mit ihrem Gesang bereichert. Der ukrainische Diakon, der dort seinen liturgischen Dienst versah, unterstützte auch bei der Aleximesse Bischof Hermann Glettler am Altar. Die liturgische Mitgestaltung durch die ukrainischen Gäste verband die Feier zugleich mit einem eindringlichen Gebet um Frieden für die Ukraine und alle vom Krieg betroffenen Menschen.
In seiner Predigt nahm Bischof Hermann Bezug auf das Gebet des alttestamentlichen Königs Hiskia und auf das Evangelium des Tages. Dabei betonte er, dass Gott den Menschen gerade in Momenten des Scheiterns nahekommt: „Gott schaut auf dich auf deinem Weg. Er vergisst dich nicht.“
Mit Blick auf den heiligen Alexius, der viele Jahre verborgen lebte, Missverständnisse ertrug und dennoch an seinem Glauben festhielt, hob der Bischof die Kraft der Stille hervor: „Das erlittene Unrecht nicht zu Waffen umzuschmieden, sondern zu einem Lichtstrahl – dazu lädt uns der heilige Alexius ein.“
Alexius sei ein Heiliger der Geduld, so Bischof Hermann weiter – jemand, der nicht aus Kränkung oder Verbitterung handelte, sondern Hoffnung bewahrte. Seine Lebensgeschichte erinnere daran, dass jede und jeder Einzelne zu mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit beitragen könne.
Die anschließende Agape bot Gelegenheit zu Begegnung und Austausch und ließ die Tradition des Gedenkens an den Innsbrucker Stadtpatron in Gemeinschaft ausklingen.