100. Geburtstag von Bischof Reinhold Stecher

Gedenkgottesdienst am 22. Dezember im Innsbrucker Dom mit Start für „Talenteförderung“

Am Mittwoch, 22. Dezember 2021, wäre Bischof Reinhold Stecher 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass ist die Krypta im Dom zu St. Jakob, wo der einstige Bischof von Innsbruck begraben liegt, ab ca. 10.15 Uhr, den Tag über zugänglich.

 

Gedenkgottesdienst im Innsbrucker Dom

Am Abend laden Diözese Innsbruck und Bischof Stecher-Gedächtnisverein um 18 Uhr zu einem feierlichen Gedenkgottesdienst in den Dom von St. Jakob. Bischof Hermann Glettler wird dem Gottesdienst vorstehen, musikalisch gestaltet wird die Feier von der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Christoph Klemm.

Zugleich erfolgt der Start der Benefizaktion „Bischof-Stecher-Talenteförderung“.

Gläubige und WegbegleiterInnen Stechers sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, es gelten dabei die aktuellen Coronaregeln (FFP2-Maske und Abstand).

 

Start der „Talenteförderung“

Die Aktion „Talenteförderung“ erinnert an Stechers Engagement für Kinder und Jugendliche. Es werden Spendenwürfel im Wert von 5 Euro ausgegeben mit der Bitte, dieses „Talent" zu vermehren. „Herz haben, Herz zeigen für Kinder!“ ist das Motto dieser Aktion. Mit dem Erlös werden Fördermittel ausgezahlt werden, die dann über Organisationen wie die YoungCaritas benachteiligten Kindern und Jugendlichen zugutekommen. Zahlreiche Pfarrer, Kirchenmitarbeitende und Unternehmen wie die Hypo Tirol Bank, die Tiroler-Versicherung oder der Tyrolia-Verlag beteiligen sich.

Reinhold Stecher war fast 17 Jahre Bischof der Diözese Innsbruck.

Über Bischof Stecher

Bischof Glettler: Stecher konnte verständlich christliche Spiritualität vermitteln

Bischof Hermann Glettler: „Reinhold Stecher war auch als Bischof durch und durch Pädagoge, ein faszinierender Begleiter unzähliger Menschen auf ihrem persönlichen Lebens- und Glaubensweg. Tatsächlich und im übertragenen Sinn war er ein „Bergführer“, der selbst das dankbare Staunen über Gottes Schöpfung und einen gottgeschenkten Humor nie verloren hat. Es wird kaum einen geistlichen Schriftsteller geben, der mit einer derartigen Fülle von verständlicher Natur- und Alltagsbilder die Mitte christlicher Spiritualität vermitteln konnte. Aufgrund vieler Erzählungen sind mir seine ungebrochen fröhliche Art und sein Vertrauen auf Gottes Führung sehr sympathisch. Ebenso zu erwähnen ist seine Geradlinigkeit in Sachen Lebensschutz, sein Einsatz für Flüchtlinge und für Menschen mit Behinderung sowie sein Versuch, die Kirche von klerikalen Überhöhungen freizuhalten.“

 

In Radio und Fernsehen

Bischof Stecher ist in diesen Tagen auch in den Medien präsent. Der ORF Tirol widmet Bischof Stecher das 25-minütige Österreich-Bild "Das Vermächtnis des Bischofs - 100 Jahre Reinhold Stecher" mit Archivaufnahmen und Interviews von Wegbegleitenden. Es fragt nach dem geistlichen "Erbe" des früheren Innsbrucker Bischofs (19. Dezember, 18.25 Uhr, ORF 2). Zudem erinnert Radio Tirol in der Sendung "Über Gott und die Welt" an Bischof Stecher: Am 30. Dezember unter dem Titel "Alles für die Katz" (ab 21.05 Uhr).

 

Bausteinaktion für Spitalskirche

Eine Baustein-Aktion für die Spitalskirche Innsbruck – Kirche im Herzen der Stadt – erinnert ebenfalls an Stecher. Nachdrucke einer Skizze des Kirchturms aus seiner Hand sind über zukunft.glauben@dibk.at oder 0512/22309603 erhältlich.

 

Stecher-Symposium und Konzert im Jänner

Am 20. Und 21. Jänner lädt dann die Theologische Fakultät zum Symposium über das Leben und Werk von Bischof Reinhold Stecher in den Kaiser-Leopold-Saal. Die Universität hat Stecher für seine Verdienste um die Schaffung eines "Klimas der Toleranz und des Dialogs" mit dem Ehrendoktorat ausgezeichnet und fragt jetzt nach Werten und Haltungen, die Kirche und Gesellschaft zukunftsfit machen können, u.a. mit dem Theologen Paul Zulehner. Der erste Abend startet mit einer Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen um 19 Uhr, für den Folgetag sind Vorträge und Referate angesetzt.

 

Zu den weiteren Veranstaltungen zählt das Konzert "Mit Leben anstecken“ des Chors der Universität Innsbruck am 22. Jänner (19.30 Uhr, Haus der Musik). Erstmals werden dabei Stecher-Gedichte in vertonter Form zu hören sein. Andrea Oberparleiter singt die Sopransoli, Fausto Quintaba vom Mozarteum begleitet den Chor am Klavier, die Rezitationen stammen vom Schauspieler Günter Lieder.

 

Mehr Informationen: www.bischof-stecher-verein.at

 

Spendenkonto zur „Bischof-Stecher-Talenteförderung"

Hypo Tirol Landesbank

IBAN: AT62 5700 0300 5336 1754

Kennwort „Talente"

 

Bestsellerautor Reinhold Stecher

Im Tyrolia-Verlag sind über 20 Bücher mit Predigten, Erzählungen und Bildern Stechers erschienen. Mit über 800.000 verkauften Exemplaren war und ist Stecher der Bestsellerautor des Verlages. In den Filialen der Tyrolia ist auch die „Stecher-Sondermarke" (Wert 85 Cent, Preis 2,50 Euro) erhältlich.

 

„Tauchgang in die Tiefe“

Bischof Reinhold Stecher ist ein Meister der Meditation. Anlässlich seines 100. Geburtstages veröffentlicht die Kirchenzeitung Tiroler Sonntag bisher unveröffentlichte Texte aus seinem Nachlass. Darin versucht Bischof Stecher Antworten auf Grundfragen des Lebens.

„Tauchgang in die Tiefe. Was uns leben und glauben hilft“ kostet 4 Euro (17 Seiten) und ist mit zahlreichen Bildern des Autors illustriert. Die Broschüre ist zu beziehen über: kirchenzeitung@dibk.at oder in allen Tyrolia-Filialen.

 

Lesebuch „Herz ist Trumpf"

Der von Nachlassverwalter Paul Ladurner herausgegebene Jubiläumsband zum 100. Geburtstag versammelt die besten heiter-besinnlichen Texte. 240 S., Format 240x170, Euro 20.00.

 

Geschenkbuch „Bergworte"

Der Gedächtnisverein hat im Tyrolia-Verlag das Geschenkbuch BERGWORTE herausgebracht. Die Bilder und Gedanken erschließen den inneren Reichtum der Berge und der Schöpfung. 44 S., Format 18x15, Euro 9,95.

 

Lebenslauf von Reinhold Stecher persönlich verfasst

„Am 22.12.1921 wurde ich als zweiter Sohn von Dr. Heinrich und Rosina Stecher, geb. Harpf, in Innsbruck geboren. Der Vater stammte aus St. Valentin a.d. Haide in Südtirol, die Mutter aus Innsbruck. Ich hatte zwei Brüder. Der ältere wurde Franziskaner, der jüngere fiel in den letzten Kriegstagen 1945. Mein Vater starb schon 1928.“ Lesen Sie weiter unter https://bischof-stecher-verein.at/de/person/lebenslauf.php