Fastentuch 2026 im Dom zu St. Jakob
„Spuren des Feuers“
Der Tiroler Jakob Kirchmayr hat das diesjährige eindrucksvolle Fastentuch im Dom zu St. Jakob gestaltet. Düstere Zukunftsprognosen, fortschreitende Zerstörung der Natur, grauenhafte kriegerische Auseinandersetzungen: All das bildet den inhaltlichen Referenzpunkt des Tuches.
Die Materialien sind dementsprechend gewählt: Wasser und Feuer, Erde, Asche, Rauch und Kohle. Der Baumwollstoff wurde bearbeitet, geräuchert, dem Feuer und dem Regen ausgesetzt, die einzelnen Teile zusammengenäht, gerafft und geknittert.
Was das Tuch zusätzlich kostbar macht: Die helfenden Personen bei der Umsetzung waren zutiefst bedrängte Menschen: Ihr Leben erzählt von Flucht, von entronnener Todesstrafe, vom Krieg.
Das Fastentuch ist top aktuell. So vieles bedroht uns. Brandwunden gibt es quer über die ganze Welt. Überall Zerstörung und Zerrissenheit. Wie da herauskommen? Wie neue Hoffnung schöpfen?
Wir brauchen eine neue Achtsamkeit für das Miteinander, für den Frieden, für die Achtung vor Mensch und Natur. Wir brauchen eine neue Kultur des Verzichts. Dann kann mitten in allem, was kaputt scheint, Neues entstehen.
„Dieses Tuch holt die Wirklichkeit unserer Welt in diesen sakralen Raum hinein.“ (Guido Schlimbach)
Propst Jakob Bürgler
Fotos dazu gibt es hier.