Mutig. Klar. Teilhabe. Die Katholische Frauenbewegung Österreichs feiert Katharina von Siena und stellt die Zukunft von Kirche, Teilhabe und Kommunikation neu auf

Wien/Österreich, 28. April 2026 – Rund um den 29. April, den Gedenktag der heiligen Katharina von Siena, begeht die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) ihre traditionelle Katharinenfeier.

Heuer fand sie im Rahmen der Vollversammlung der kfbö und des Vereins Teilen spendet Zukunft (TsZ) im Kardinal-König-Haus in Wien statt und verband spirituelle Verortung mit klaren strategischen Weichenstellungen für die Zukunft.

Eine Heilige mit Haltung und aktueller Brisanz
Katharina von Siena (1347–1380) war Mystikerin, politische Akteurin und eine Frau, die sich eingemischt hat. Sie schrieb an Päpste und Entscheidungsträger und formulierte klar, wo Veränderung notwendig ist.
Bis heute steht sie für eine Kirche, in der Glaube und Haltung untrennbar verbunden sind. „Katharina hat nicht gewartet, bis man ihr das Wort erteilt. Sie hat gesprochen, weil sie etwas zu sagen hatte. Das ist für uns heute Auftrag und Maßstab zugleich“, führt die Vorsitzende der kfbö, Angelika Ritter-Grepl, aus. 

Katharinenfeier als bewusste Standortbestimmung
Die Katharinenfeier ist für die kfbö kein nostalgisches Ritual, sondern ein Moment der Selbstvergewisserung: Frauen aus ganz Österreich kommen zusammen, um ihr Engagement zu reflektieren und neu auszurichten. Dass die Feier im Rahmen der Vollversammlung stattfindet, ist bewusst gewählt: Spiritualität, strategische Entscheidungen und gesellschaftspolitische Verantwortung greifen ineinander. 

Vollversammlung: Zukunft gestalten | strukturell, finanziell, inhaltlich
Die Vollversammlung (24.–25. April 2026) stand im Zeichen zentraler Zukunftsfragen: Weiterentwicklung von Strukturen und Zusammenarbeit, finanzielle Absicherung und neue Modelle im Fundraising, Vorbereitung der kommenden Leitungsübergaben und Stärkung der gemeinsamen Verantwortung aller Ebenen. Die Beschlüsse zeigen klar: Die kfbö befindet sich in einem Transformationsprozess, mit dem Ziel, Wirkung, Reichweite und Sichtbarkeit nachhaltig zu stärken. 

Frauen in der Kirche: Realität ernst nehmen | Teilhabe weiterdenken
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Vollversammlung war die Frage der Teilhabe von Frauen in der Kirche. Die Diskussionen machten deutlich: Frauen tragen bereits heute maßgeblich Verantwortung in kirchlichen Strukturen, diese Realität ist oft nicht ausreichend sichtbar oder strukturell abgesichert und kirchliche Praxis und formale Rahmenbedingungen entwickeln sich auseinander Die kfbö versteht diese Spannung als Auftrag zur aktiven Gestaltung. „Frauen wirken nicht nur mit, sie tragen Kirche. Diese Realität muss sich auch in Verantwortung, Entscheidung und Sichtbarkeit widerspiegeln“, hält Ritter-Grepl fest. 

Neue kfbö-Website: Kommunikation als strategischer Hebel
Ein sichtbares Zeichen für diesen Aufbruch ist der Launch der neuen Website der kfbö, der im Rahmen der Vollversammlung präsentiert wurde. Mit dem neuen digitalen Auftritt stärkt die kfbö ihre Kommunikation nach innen und außen: bessere Sichtbarkeit der Themen und Anliegen, stärkere Vernetzung innerhalb der Organisation und klare Positionierung in gesellschafts- und kirchenpolitischen Fragen. Die Website ist damit mehr als ein Relaunch, sie ist Teil einer integrierten Strategie, die Spiritualität, Engagement, Advocacy und Fundraising miteinander verbindet. 

Teilhabe als Konsequenz des Glaubens
Für die kfbö ist Gleichberechtigung keine Forderung von außen, sondern eine Konsequenz aus dem Evangelium. Der Leitgedanke der Vollversammlung bringt dies auf den Punkt: Frauen handeln, weil sie berufen sind. Damit knüpft die kfbö direkt an das Erbe Katharinas an, eine Kirche, die sich weiterentwickelt und in der Frauen ihre Stimme selbstverständlich einbringen. 

Über die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö)
Die Katholische Frauenbewegung Österreichs ist die größte Frauenorganisationen des Landes und in allen neun Diözesen verankert. Sie setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Kirche und Gesellschaft ein und engagiert sich in spirituellen, sozialen und gesellschaftspolitischen Fragen. 

 

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Katharinentor – Kirche Amstetten St. Marien