2. Menschen und Stimmen der Hoffnung
Hoffnung ist keine abstrakte Idee, sondern eine innere Haltung und eine Trotzdem-Kraft, die sich in vielen Bürgerinitiativen, NGOs und nicht zuletzt bei geistvoll engagierten Menschen zeigt. Persönlichkeiten wie Papst Franziskus, die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, Pfarrer Karlheinz Baumgartner und viele andere, haben der Versuchung zur Resignation widerstanden. Sie nutzten ihre Stimme, um unsere Erde, das „gemeinsame Haus“, zu schützen und unseren Planeten vor der finalen Erschöpfung zu bewahren. Mit ihrer radikalen Hoffnungshaltung stärken sie auch unseren Mut.
Zitat
Obwohl „auf der Erde die Schlechtigkeit des Menschen zunahm“ (Gen 6,5) und es Gott „reute […], auf der Erde den Menschen gemacht zu haben“ (Gen 6,6), entschied er doch, über Noach, der noch rechtschaffen und gerecht geblieben war, einen Weg zur Rettung zu öffnen. So gab er der Menschheit die Möglichkeit zu einem neuen Anfang. Ein guter Mensch ist genug, um die Hoffnung nicht untergehen zu lassen! Die biblische Überlieferung legt deutlich fest, dass diese Wiederherstellung die Wiederentdeckung und die Achtung der Rhythmen einschließt, die durch die Hand des Schöpfers in die Natur eingeschrieben sind. Das zeigt sich zum Beispiel im Sabbatgebot. [...] Die Entwicklung dieser Gesetzgebung versuchte, das Gleichgewicht und die Gerechtigkeit in den Beziehungen des Menschen zu den anderen und zu dem Land, in dem er lebte und das er bewirtschaftete, sicherzustellen. [...] Diejenigen, die das Land bebauten und hüteten, mussten seinen Ertrag teilen, besonders mit den Armen, den Witwen, den Waisen und den Fremden: „Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollt ihr das Feld nicht bis zum äußersten Rand abernten. Du sollst keine Nachlese von deiner Ernte halten. In deinem Weinberg sollst du keine Nachlese halten und die abgefallenen Beeren nicht einsammeln. Du sollst sie dem Armen und dem Fremden überlassen“ (Lev 19,9-10). LS 71
Impulse
Vorbilder am Weg Wer hat dich auf deinem bisherigen Weg inspiriert und Hoffnung geschenkt?
Der Hoffnung Raum geben Für wen oder was möchtest du mehr Verantwortung übernehmen? Wo kannst du diese Verbundenheit im gesellschaftlichen Leben sichtbar machen?
Gebet
BITTE UM MUT, NICHT AUFZUGEBEN
Lass uns in dieser Zeit der Klimakrise
das Seufzen der Schöpfung und die Schreie der Armen hören.
Gib uns die Weisheit und den Mut, einen neuen Lebensstil zu führen.
Sei den Menschen nahe, die sich für die Bewahrung der Erde einsetzen.
Gib ihnen die Kraft und den Mut, Gott, damit sie nicht aufgeben.
Wir beten für unsere Jugend, dass sie den Mut findet,
für das Klima zu kämpfen, für ihre und die nachfolgenden Generationen.
Wir beten für die Menschen, die bereits mit Dürren, Überschwemmungen,
Stürmen und Bränden zu kämpfen haben: dass sie durch Deinen Geist
Kraft und Hoffnung für die Zukunft erhalten in ihren Bemühungen,
sich an den Klimawandel anzupassen.
Amen
Auszug aus einem Gebet der Église Protestante Unie de Bélgique
English Summary:
Hope is not an abstract concept, but an inner attitude — a resilient “despite everything” force. It becomes visible in civic initiatives, NGOs, and spiritually committed people who refuse to give in to resignation. Figures such as Pope Francis, Nobel Peace Prize laureate Wangari Maathai, Father Karlheinz Baumgartner, and many others have used their voices to protect the Earth, our “common home,” and to defend the planet from final exhaustion. Through their radical attitude of hope, they also strengthen our own courage.
Guiding questions:
– Who has inspired you and given you hope on your journey so far?
– For whom or what would you like to take on more responsibility? Where can you make this sense of connection visible in social life?