Von Tür zu Tür gegen die Einsamkeit
Einen Monat lang derzeit rund 1.200 Freiwillige unterwegs, um Spenden für Menschen in Not in Tirol zu sammeln – und um jenen zu begegnen, die oft nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem ein Gespräch brauchen. Seit mehr als sieben Jahrzehnten wird die Sammlung über die Pfarren organisiert. Zehn Prozent der Spenden bleiben direkt vor Ort, der Rest kommt Caritas-Hilfsprojekten in ganz Tirol zugute.
Für viele freiwillige Sammlerinnen und Sammler ist der direkte Kontakt das Wertvolle an dieser Aktion. So auch für den Rietzer Diakon Danijel Juric, der seit fünf Jahren in seiner Pfarre von Tür zu Tür geht. Er erlebt immer wieder, wie sehr Menschen sich freuen, wenn jemand kurz Zeit hat, zuhört und einfach da ist. „Selbst wenn man einmal keine Spende bekommt, bleibt oft ein Moment echter Begegnung“, sagt er im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz am 27. Februar.
Diese Begegnungen sind heuer wichtiger denn je. Zwar zeigen Statistiken eine leichte Entspannung bei den Armutszahlen, doch die Erfahrungen in den Caritas-Einrichtungen erzählen eine andere Geschichte: steigende Unsicherheit, komplexere Notlagen und wachsende verdeckte Armut. Nach Miete und Energie bleiben vielen Betroffenen oft nur wenige Euro pro Tag.
2026 widmet die Caritas ihr Jahresthema der Einsamkeit – einem Gefühl, das alle Altersgruppen treffen kann. Studien belegen, wie sehr Einsamkeit belastet und krank macht. Die Haussammlung setzt hier ein Zeichen: Sie schafft Nähe in einer Zeit, in der viele Kontakte brüchiger werden. Und sie zeigt, dass Solidarität in Tirol weiterhin trägt.
Jetzt spenden:
Raiffeisen Landesbank Tirol
IBAN: AT79 3600 0000 0067 0950
Kennwort: Haussammlung 2026
Online spenden: www.caritas‑tirol.at