Petrus Canisius im Wandel

Mit einem Gottesdienst mit Bischof Hermann Glettler am Samstag, 21. Februar, verabschiedete sich die Pfarrgemeinde von der Pfarrkirche Petrus Canisius in Innsbruck. Der profanierte Kirchenraum wird künftig als Boulderhalle genutzt.

In seiner Predigt betonte Bischof Glettler, dass alles, was in dieser Kirche erlebt, gebetet, gesungen und gesprochen wurde, seinen bleibenden Wert behält. Trotzdem steht jetzt ein Abschied an. Sichtbar wurde die Veränderung am Ende des Gottesdienstes, als in einer Prozession das Allerheiligste und eine Petrus-Canisius-Reliquie in die Kapelle übertragen wurden. Diese dient künftig als zentraler Feierort für die Pfarrgemeinde. Hier werden künftig die Gottesdienste gefeiert. Zu den großen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten versammelt sich die Gemeinde in der Pfarrkirche zum Guten Hirten. 

Der Kirchenraum selbst wurde durch die Profanierung offiziell für die künftige Nutzung als Boulderhalle freigegeben. Betreiber der künftigen Boulderhalle ist das Unternehmen "Steinblock", die Umbauarbeiten haben bereits begonnen. Im Spätherbst ist mit der Eröffnung zu rechnen. 

Die Pfarrkirche Petrus Canisius wurde von 1968 bis 1972 nach Plänen des Architekten Horst Parson errichtet. 1978 erfolgte die Erhebung zur Pfarre Petrus Canisius, seit 2007 bildet die Pfarre gemeinsam mit der Pfarre Zum Guten Hirten den Seelsorgeraum Innsbruck West.

Die Nutzung des Kirchenraumes als Boulderhalle wurde in enger Abstimmung der Diözese Innsbruck, des Pfarrkirchenrates und der Fa. Steinblock ausverhandelt. Hintergrund der Entscheidung sind die pastorale Situation im Seelsorgeraum und die finanzielle Belastung durch den hohen Renovierungsbedarf der Kirchen.

 

Petrus Canisius im Wandel