Ordensleute feierten in Wilten Tag des geweihten Lebens
Mit einer feierlichen Vesper in der Stiftskirche Wilten begingen zahlreiche Ordensfrauen und Ordensmänner der Diözese am vergangenen Freitag den Tag des geweihten Lebens. Hauptzelebrant war Abt Leopold Baumberger. Im Anschluss lud das Prämonstratenserstift zur Agape ins Leuthaus.
In seiner Predigt lenkte der Jesuit P. Toni Witwer den Blick auf die tiefe geistliche Dimension des Ordenslebens. Es gehe in der Berufung darum, „Menschen zu sein, die mit den anderen in ihrer Schwachheit mitfühlen“. Das gelte, so Witwer, weil Jesus selbst „mit uns mitfühlt – mit unserer Schwachheit“.
Der Prediger erinnerte daran, dass Christinnen und Christen nicht nur mit ihrer eigenen Begrenztheit zu Christus kommen dürfen, sondern „dazu aufgefordert“ seien. „Nur so können wir Werkzeuge für ihn werden“, sagte Witwer. Ordensleben bedeute daher immer auch Sendung: „Wir sind immer Mitarbeiter für ihn.“
Anhand der biblischen Versuchungsgeschichte zeigte Witwer auf, dass auch Jesus Schwachheit erlebt habe: „Auch er hat unsere Schwachheit erlebt.“ Versuchung bedeute letztlich, „in sich selbst stehen bleiben – Egoismus, Sorge um sich selbst“. Diese Erfahrung kenne Jesus, auch wenn er „nicht gesündigt“ habe.
Die Begegnungen und Gespräche bei der Agape boten den anwesenden Ordensleuten Raum, die geistlichen Impulse der Feier zu vertiefen und Gemeinschaft zu pflegen.