Kirche betet am 26. April um geistliche Berufungen

Papst in Botschaft zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen am 26. April: Eigene Berufung durch Gebet und Meditation entdecken - Canisiuswerk bietet Materialien für Pfarren und Gemeinschaften - Weihbischof Hofer: Berufung eine Einladung an alle Menschen

Am 26. April wird in der katholischen Kirche wieder um geistliche Berufungen gebetet. Der inzwischen zum 63. Mal durchgeführte Weltgebetstag um geistliche Berufungen steht heuer unter dem Motto "In der Liebe verwurzelt". Der Weltgebetstag wird jährlich am vierten Sonntag in der Osterzeit, dem "Sonntag des Guten Hirten", gefeiert. Er geht auf eine Initiative von Papst Paul VI. aus dem Jahr 1964 zurück.

 

In Österreich wird der Gebetstag vom Canisiuswerk, dem Zentrum für geistliche Berufe, vorbereitet. Unter www.canisius.at/weltgebetstag bietet das Canisiuswerk Materialien und Downloads wie Gebete und Berufungsporträts für Pfarren und Gemeinschaften an, um den Weltgebetstag im Rahmen von Gottesdiensten zu feiern.

 

Zur Beteiligung und Mitfeier des Tages hat der zuständige Referatsbischof, der Salzburger Weihbischof Hansjörg Hofer, in einer Aussendung des Canisiuswerkes aufgerufen: Berufung sei eine Einladung an alle Menschen. Gott wolle jeden Menschen zu einem erfüllten Leben führen. Wer sich darauf einlasse, werde nicht ärmer, sondern reicher, so Hofer. Österreichweit laden Diözesen am 26. April zu Gottesdiensten und Begegnungen ein. 

 

Papst: Berufung durch Gebet und Meditation entdecken
In der vom Vatikan veröffentlichten Botschaft des Papstes zum Weltgebetstag ruft Leo XIV. junge Menschen dazu auf, durch die intensive Pflege ihrer Gottesbeziehung, durch Gebet und Meditation neu darauf zu hören, welche Form der Berufung Gott für sie bereithält: "Haltet inne, hört zu, vertraut euch ihm an: Auf diese Weise wird die Gabe eurer Berufung reifen, euch glücklich machen und reichlich Früchte für die Kirche und die Welt tragen", heißt es in der Botschaft. Berufung sei "kein statisches Ziel, sondern ein Weg", der aus einem Dialog mit Gott entstehe, und ein "dynamischer Reifungsprozess", mahnte Leo XIV. in der Botschaft mit dem Titel "Die Entdeckung der Gabe Gottes in unserem Inneren". 

 

Entscheidend für das Wachstum einer geistlichen Berufung sei die persönliche Gottesbeziehung in Gebet und Stille. "Die Pflege der Innerlichkeit: von diesem Punkt müssen wir in der Berufungspastoral und im immer neuen Bemühen um die Evangelisierung dringend ausgehen." Jungen Menschen, die mit einer geistlichen Berufung ringen, riet der Papst in der Botschaft, "Ängste und Unsicherheiten zu überwinden, in der Gewissheit, dass der Auferstandene der Herr sowohl der Weltgeschichte als auch unserer persönlichen Geschichte ist". Wertvoll sei es, "einen guten Seelenführer zu haben, der uns bei der Entdeckung und Entfaltung unserer Berufung begleitet".

 

Eine Berufung sei "kein statisches Ziel, sondern ein dynamischer Reifungsprozess" - und auch "kein unmittelbarer Besitz, nichts, was ein für alle Mal 'gegeben' ist: Sie ist vielmehr ein Weg, der sich ähnlich entwickelt wie das menschliche Leben, bei dem die empfangene Gabe nicht nur bewahrt, sondern auch durch eine tägliche Beziehung zu Gott genährt werden muss", so der Papst.

 

Eine Meldung von www.kathpress.at 

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