Gespräch von Bischof und Nationalrat geplant
Das Treffen ist als vertraulicher Austausch vorgesehen und findet ohne mediale Begleitung und Berichterstattung statt. Dass es dabei um die Klärung des Vorfalls vom Gauderfest geht, liegt auf der Hand. Auch andere gesellschaftsrelevante Themen werden zur Sprache kommen. Bischof Glettler wird sein Engagement für den sozialen Zusammenhalt und „für ein Zuhören anstelle des Drauflos-Behauptens“, wie er es in der Predigt ausgeführt hat, von Neuem bekräftigen.
Bischof Glettler ist es wichtig, dass wir uns in Österreich über politische und religiöse Grenzziehungen hinweg eine gute Kultur des Dialogs bewahren, bzw. eine solche auf allen Ebenen einüben und neu etablieren. In seinem jüngsten Buch „Nicht den Hass, die Liebe wählen“, das vor einigen Monaten im Herder-Verlag erschienen ist, plädiert Bischof Glettler offensiv für eine notwendige soziale Kreativität und eine Vielfalt von Initiativen, um aus den gefährlichen ideologischen Blasen herauszukommen. So z.B. ist er auch Mitinitiator des erfolgreichen Projektes „Runde und eckige Tische“ für Österreich.
Hintergrundgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Politik und Kultur sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Bischof Hermann Glettler. Dies entspricht auch seiner Verantwortung für das neu auf der Ö-Ebene der Bischofskonferenz etablierte Referat „Gesellschaftliches Engagement“, in dem aktuelle Fragestellungen der Sozial-, Friedens- und Umweltethik zusammengefasst sind. Ein qualitätsvoller Diskurs, in den alle gesellschaftlichen Akteure eingebunden sind, ist das ausdrückliche Anliegen der österreichischen Kirche.