Ermutigt mit Zuversicht ins neue Jahr 2026
Wir starten ins Jahr 2026 mit Erfahrungen und Unsicherheiten aus der Vergangenheit – und doch mit neuer Hoffnung. Bischof Hermann Glettler lädt ein, diese Zuversicht bewusst zu leben: Es kann besser werden, wenn wir gemeinsam handeln. Nicht alles liegt in unserer Hand, aber wir sind von Gott gesegnet. Damit das Jahr gut wird, braucht es unsere Intelligenz, unsere Herzenskraft und die Handkraft der Begegnung – füreinander da sein, Sorgen teilen, Hoffnung schenken. In diesem Sinn wünscht der Bischof allen ein gesegnetes, zuversichtliches neues Jahr voller Vertrauen und Miteinander.
Eine gute Lebensphilosophie – in bedrängter Zeit?!
Predigt zum Jahreswechsel von Bischof Hermann Glettler, 31. Jänner 2025, Innsbrucker Dom
Zusammenfassung von Kathpress
"Worin besteht das Glück und was zählt in einer bedrängten und von toxischer Gereiztheit getränkten Zeit?" Diese Frage beantwortete auch Bischof Hermann Glettler zum Jahresschluss im Innsbrucker Dom unter anderem mit dem Hinweis auf die nötige Empathie und Solidarität unter den Menschen. "Nähe macht uns menschlich", sagte Glettler und rief dazu auf, "mit Überzeugung und Herzblut für ein größeres Wir zu kämpfen".
Die Menschen bräuchten einander, um die Spannung von Besorgnis und Zuversicht im Leben auszuhalten und zu bestehen, so der Bischof, und: "Abgesehen davon bleibt ein entscheidender Schlüssel in jeder anspruchsvollen Lebensphilosophie die Dankbarkeit. Sie lässt uns trotz allem die konstruktiven und liebevollen Momente des Lebens wahrnehmen, die - Gott sei Dank - immer noch viel zahlreicher sind als alle zerstörerischen Gewaltakte zusammen."
Zur Hoffnung in einer "in unzählige Turbulenzen verstrickten Welt" verwies Glettler auf Robert Schuman (1886-1963), einen der Väter der europäischen Einigung. Der französische Staatsmann sei als bekennender Christ überzeugt gewesen, dass die Einheit Europas auch nach zwei Weltkriegen und deren fatalen Verwüstungen möglich sei. Diese Ermutigung brauche es auch heute, sagte der Innsbrucker Bischof: "Wir dürfen nicht zwischen den globalen Mächten und deren egomanen Dealmakern aufgerieben werden. Und im Inneren der Gemeinschaft nicht den nationalistischen Tendenzen Raum geben", so Glettler.
Ein Dauerauftrag bleibt aus Sicht des Innsbrucker Bischofs die von Papst Leo XIV. oft genannte "Entwaffnung des eigenen Herzens" und eine kompromisslose Orientierung an der Person des "armen Christus". Glettler erinnerte diesbezüglich daran, dass 2026 der 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi begangen wird. Wolle man den "Poverello" wirklich feiern, müsse man neben dem Einsatz für die Armen auch "mit einer neuen Ernsthaftigkeit die ökologischen Herausforderungen angehen", mahnte der Bischof.
Video der Neujahrsbotschaft
Hier wäre ein Youtube video
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