Ehrenamt als Herzstück der Bildungsarbeit

970 Ehrenamtliche, tausende Begegnungen: Café Ehrenamt machte Bildungsarbeit sichtbar – ein Blick in den KBW Jahresbericht

Ein offener Austausch, persönliche Begegnungen und Menschen, die sich mit Überzeugung engagieren: Das Café Ehrenamt des Katholischen Bildungswerks Tirol am 28. April in Innsbruck machte spürbar, worum es in der Bildungsarbeit des KBW geht. Ehrenamtliche, Mitarbeitende und Interessierte kamen miteinander ins Gespräch, teilten Erfahrungen und gewannen Einblicke in freiwilliges Engagement – niederschwellig, dialogorientiert und mitten im Alltag. Genau dieses Verständnis von Bildung steht auch im Zentrum des kürzlich veröffentlichten Jahresberichts.

 

Das KBW Tirol versteht Bildung nicht als reine Wissensvermittlung, sondern als Prozess der Begegnung, der Menschen stärkt, vernetzt und zur aktiven Beteiligung ermutigt. „Bildung entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, Fragen stellen und neue Wege entdecken“, schreibt Zdenko Števinović im Vorwort des Jahresberichts. Formate wie das Café Ehrenamt zeigen exemplarisch, wie Bildung durch Austausch und gemeinsames Tun lebendig wird.

 

Bildungsarbeit in Zahlen gegossen 

Das Ehrenamt bildet dabei das Herzstück der Bildungsarbeit. 970 Ehrenamtliche waren 2025 im KBW Tirol aktiv und leisteten gemeinsam rund 19.600 Stunden ehrenamtliche Bildungsarbeit. Insgesamt wurden 2.882 Veranstaltungen umgesetzt, an denen 46.115 Menschen teilnahmen. Diese Zahlen stehen für eine große Wirkung mit schlanken Strukturen – getragen vom Engagement vor Ort in Gemeinden, Pfarren, Bibliotheken und Bildungswerken.

 

Flächendeckend ist das KBW Tirol mit 266 Bildungswerken und Bibliotheken präsent. Bildung passiert dort, wo Menschen leben: in Pfarrsälen, Büchereien, Gruppenräumen oder im Rahmen neuer Formate. Besonders sichtbar wurde das 2025 bei Begegnungsabenden zu Demokratiefragen, bei kulturellen Veranstaltungen, in der Eltern- und Seniorenbildung sowie in der digitalen Grundbildung. Bibliotheken entwickelten sich zunehmend zu sozialen Treffpunkten, während generationenübergreifende Angebote das lebenslange Lernen konkret erfahrbar machten.

 

Das Café Ehrenamt steht dabei beispielhaft für die Ausrichtung des KBW: Es setzt auf Austausch statt Frontalformat, ermöglicht einen unkomplizierten Einstieg ins Engagement und macht deutlich, dass Ehrenamt ein Zukunftsmodell ist. „Hinter jeder Veranstaltung stehen Menschen, die sich mit Zeit, Ideen und Herzblut dafür einsetzen, dass Bildung vor Ort stattfinden kann“, so Zdenko Števinović. Der Jahresbericht lädt dazu ein, diese Vielfalt kennenzulernen – und sich von den vielen Initiativen und Begegnungen inspirieren zu lassen.

Ehrenamt als Herzstück der Bildungsarbeit
Beim Cafe Ehrenamt kamen Ehrenamtliche, Mitarbeitende und Interessierte zum Austausch zusammen. Foto: Cincelli/dibk