Bischof Hermann mit "Rosenkranz-Rapper" beim Papst

Innsbrucker Bischof beeindruckt von Leo XIV. als "authentischem Zeugen des Friedens" - Rap- und Beatbox-Einlage nach Papstbesuch

Am Mittwoch hat der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler Papst Leo XIV. in Rom getroffen. Begleitet wurde er dabei vom Wiener Rapper "Freeman Vienna", "eine höchst faszinierende Künstler-Persönlichkeit, der seine musikalischen Talente in den Dienst des Glaubens stellt", teilte Bischof Glettler anschließend Eindrücke von der Begegnung in sozialen Medien mit. Den Papst beschrieb er als "authentischen Zeugen des Friedens, der sich nicht einschüchtern lässt, aber ebenso wenig in seinen Worten und Gesten aggressiv wird - und das in einer Zeit des nervösen, anklagenden Geschreis an allen Orten".

 

Bischof Hermann verwies auf die Worte von Leo XIV., der bei der Audienz dargelegt habe, dass er bei seiner Afrika-Reise die Botschaft des Friedens teilen wollte als eine Brücke zwischen den Kulturen, Religionen und Sprachen - auch zum Islam. Dabei habe er die Missachtung internationaler Verpflichtungen zum Schutz der Menschenrechte eingemahnt und betont: "Ich bin überzeugt, dass es möglich ist, im Frieden miteinander zu leben - als Schwestern und Brüder".

 

Der Rapper "Freeman Vienna", bürgerlich Philipp Michalitsch, bezeichnete die Segnung durch den Papst als "oberkrass". Der Musiker, der auch als "Rosenkranz-Rapper" auftritt und bei seinen Auftritten neben dem Mikrofon eine Gebetskette verwendet, veröffentlichte zudem ein Video gemeinsam mit seinem Unterstützer Glettler, das ihn nach dem Papstbesuch rappend und mit Beatbox-Einlage zeigt. Nach eigenen Angaben widmete sich Michalitsch infolge eines einschneidenden Bekehrungserlebnisses vollständig dem katholischen Glauben, mit dem seine künstlerische Arbeit und öffentliche Identität heute eng verbunden sind. Zu seinen bekannten Songs zählen etwa "Jesus lebt", "Erzengel Michael" und "Jahwe".

 

Der Innsbrucker Bischof besuchte am Abend noch das Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen und Präfekt Kardinal Michael Czerny. Es sei eine "sehr gute Begegnung" im Blick auf das neue Referat 'Gesellschaftliches Engagement' gewesen, "wo es gerade in der Zusammenschau der sozialethischen und ökologischen Fragestellung weltkirchlich viele Initiativen und Erfahrungen gibt". Als Durchbruch bezeichnete er die Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus.

 

Eine weitere Gruppe, die am Mittwoch auf Papst Leo XIV. traf, waren Menschen aus der Ukraine, die 1986 nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl als Liquidatoren in das Katastrophengebiet geschickt wurden - und überlebt haben. Auch das Miterleben dieser Persönlichkeiten habe ihn tief beeindruckt, so Glettler gegenüber Kathpress.

 

Eine Meldung von www.kathpress.at 

Bischof Hermann mit "Rosenkranz-Rapper" beim Papst
Gruppenfoto der Romreise auf dem Instagram-Kanal von Bischof Hermann Glettler