857.296 Euro zum Jubiläumsauftakt

Bruder und Schwester in Not feiert den 65. Geburtstag

Mit 857.296,58 Euro übertrifft Bruder und Schwester in Not bei der Adventsammlung 2025 noch die Rekordsumme des Vorjahres um 2,95 Prozent. Die Spenden kommen Menschen in Ostafrika und Lateinamerika zugute. 2026 feiert die diözesane Stiftung ihr 65-jähriges Bestehen. 1961 wurde von Bischof Paulus Rusch zur bekannten Adventsammlung aufgerufen. „Mit der Aktion Bruder und Schwester in Not wird christliche Nächstenliebe als weltweite Verbundenheit konkret.“ so Bischof Hermann Glettler. Für ihn ist das Spendenergebnis „ein ermutigendes Zeichen der Hoffnung, dass gegen die Zerklüftungen unserer einen Welt und Menschheitsfamilie die Bereitschaft zu einer solidarischen Lebensweise wächst.“

 

Markenzeichen Sammelsackerl  

Besonders bekannt ist Bruder und Schwester in Not seit 1961 für das Sammelsackerl, das damals erstmals am ersten Adventsonntag in den Gottesdiensten verteilt und zwei Wochen später, am dritten Advent, wieder eingesammelt wurde. „Immer wieder erzählen uns Menschen, dass sie als Kinder das Sackerl durch die Adventszeit begleitet hat.!" so Geschäftsführerin Marika Eisner. „Diese Erinnerungen wollen wir im Rahmen des Jubiläumsjahres ein Stück weit einfangen." Dafür wurde auf der Internetseite der Stiftung ein Gratulationsbuch eingerichtet, in dem explizit auch um Erinnerungen zum Sackerl und der Sammlung gebeten wird. https://www.bsin.at/service/gratulationsbuch 

857.296 Euro zum Jubiläumsauftakt
Die Schneiderin Monica Lokong freut sich über ihr Bild im Bruder und Schwester in Not-Bericht. Die junge Frau aus der Karamojaregion in Uganda war eine der ersten Teilnehmer:innen eines Projekts und erwarb dort eine Schneider:innenausbildung. 2024 war sie eines der prägenden Gesichter der Adventsammlung. Foto: © Bruder und Schwester in Not
Geburtstagsfeier mit Bischof Hermann Glettler

Anlässlich des Geburtstags lädt Eisner außerdem zu Jubiläumsveranstaltungen ein. Als Auftakt zeigt Bruder und Schwester in Not am 23. April um 19:00 Uhr die preisgekrönte Reportage „À donde ir. Wohin gehen?" im Museum der Völker in Schwaz. Die Vorführung des Films des spanischen Regisseurs Nacho Sánchez Bravo über das bolivianische Frauenschutzhaus stellt die österreichische Erstaufführung dar. Das Frauenschutzhaus wird durch Spenden an Bruder und Schwester in Not und Förderungen des Landes Tirol finanziert. Einen Tag später, am 24. April gibt es im Rahmen des „Dinnerclubs" lateinamerikanisches Essen. Die große „Geburtstagsfeier" findet am dritten Adventsonntag im Rahmen einer Festmesse mit Bischof Hermann Glettler statt. In Lienz lädt Bruder und Schwester in Not zu einem eigenen Festgottesdienst am 1. Adventsonntag. 

 

Terminübersicht   

23. April 2026, 19:00 Uhr, Museum der Völker in Schwaz: „Wohin gehen" Reportage über das Frauenschutzhaus CAM in Sacaba, Bolivien. Österreichische Erstaufführung. Dauer: 1:05. Spanisch mit deutschen Untertiteln.

24. April 2026, 18:30 Uhr, Integrationshaus Gumppstraße 71, Innsbruck. Anmeldung unter https://dinnerclub-innsbruck.at/ 

29. November 2026, 10:00 Uhr in Lienz Heilige Familie. Festgottesdienst - 65 Jahre Bruder und Schwester in Not

13. Dezember 2026, 16:00 Uhr in der Spitalskirche Innsbruck, Festgottesdienst mit Bischof Hermann Glettler - 65 Jahren Bruder und Schwester in Not

 

Bruder und Schwester in Not:  Ländliche Entwicklung und Menschenrechte   

Die diözesane Stiftung arbeitet spendenbasiert und setzt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Projekte in El Salvador, Bolivien, Tansania und Uganda um. Vielfach geht es dabei um Erwerb von Wissen, das die Lebenschancen benachteiligter Menschen verbessern soll. Geschäftsführerin Marika Eisner ist gerade selbst von einer Projektreise aus Uganda zurückgekehrt: „Vor Ort kann man eindrücklich erleben, wie viel Gutes mit den Spenden aus Tirol bewirkt wird. Die Teilnehmer:innen verbessern beispielsweise ihr Knowhow zu nachhaltiger Landwirtschaft und können damit ihren Ernteertrag steigern. Gerade wenn sie in Subsistenzwirtschaft leben, also von dem, was ihr Land hergibt, ist das essentiell." In anderen Projekten können jungen Menschen Handwerksausbildungen absolvieren, die ihnen auch in abgeschiedenen Gegenden langfristig Einkommen garantieren. Ein zentrales Thema ist auch die Förderung von Menschen-, speziell Frauenrechten, wie der Film zum Jubiläumsauftakt zeigt. Bruder und Schwester in Not trägt das Österreichische Spendengütesiegel. Unterstützer:innen können ihre Spende steuerlich absetzen. auch der Kirchenbeitrag kann für Bruder und Schwester in Not zweckgewidmet werden.

Geburtstagsfeier mit Bischof Hermann Glettler

Bruder und Schwester in Not - Geschäftsführerin Marika Eisner und Projektereferentin Sandra Schett mit Projektteilnehmer:innen und Projektmanager:innen der Partnerorganisation Northlight Green Services in Gulu, Uganda. Austausch und Absprache mit den Partnerorganisationen vor Ort ist für qualitative Entwicklungszusammenarbeit besonders wichtig. Im März war Eisner daher wieder auf Projektreise in Uganda. Foto: © Bruder und Schwester in Not