Theologische Fakultät der Universität Salzburg legt Fokus auf Franz von Assisi
nlässlich des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi widmet ihm die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Franziskanerkloster eine internationale Vortragsreihe im Sommersemester. Beginn ist jeweils um 18 Uhr an wechselnden Orten (Fakultät, Franziskanerkloster). Die Reihe „Theologie im Zeichen der Zeit. 800 Jahre Franz von Assisi“ unterstreiche die bleibende Bedeutung des Franz von Assisi: „Seine Botschaft von Frieden, Geschwisterlichkeit und Einfachheit prägt auch 800 Jahre nach seinem Tod Schöpfungsverantwortung sowie interreligiösen und ökumenischen Dialog“, hieß es seitens der Katholisch-Theologischen Fakultät.
Den Auftakt bildet am 10. März der Vortrag „Leben gegen den Trend – franziskanische Christus-Nachfolge in Geschwisterlichkeit und Verkündigung“. Referent ist Guardian P. Thomas Hrastnik OFM, der die Aktualität franziskanischer Lebensformen in einer individualisierten Gesellschaft beleuchtet. P. Willibald Hopfgartner wird in seinen Reflexionen „Armut und die Schönheit“ Betrachtung auf die Festspielidee von Salzburg einfließen lassen: Hugo von Hofmannsthal verfügte, in einem Franziskaner-Habit aufgebahrt zu werden und Max Reinhardt wollte, dass man den Festspielen auch einen „humanitären Charakter“ geben solle. Am 14. April spricht Erzbischof Franz Lackner OFM zum Thema „Franziskanisches Sein – bischöfliches Tun“.
800 Jahre Franziskus
Das Franziskusjahr 2026 ist eigentlich der Abschluss und Höhepunkt eines mehrjährigen Gedenkens an den heiligen Franz von Assisi. Seit vier Jahren feiern die Gläubigen in Teiljubiläen mit der franziskanischen Familie zunächst die Weihnachtsfeier und Krippe zu Greccio sowie die Bestätigung der Regel des heiligen Franziskus (1223), danach das Geschenk der Stigmata (1224) und die Niederschrift des Sonnengesangs (1225) sowie heuer den 800. Todestag oder „Transitus“ von Franz von Assisi (3. Oktober 1226).
Die Feierlichkeiten zum 800-Jahr-Jubiläum haben offiziell am 10. Jänner um 10 Uhr in der Portiuncula-Kapelle der Basilika Santa Maria degli Angeli in Assisi begonnen. (www.centenarifrancescani.org). Die einzelnen Franziskanerklöster setzen im Jubiläumsjahr unterschiedliche Schwerpunkte.
Salzburgs Akzente
Die Franziskaner in Salzburg etwa laden ab Ende Mai zu einer Ausstellung mit 104 Exponaten zu Franz von Assisi ins DomQuartier. Für den Oktober ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lebenskunst und Sterbekultur“ geplant. Dabei ist vorgesehen, dass 80 franziskanische Schwestern und Brüder aus Europa nach Salzburg kommen und die Ausstellung begleiten. Anlässlich des 800. Todestages des heiligen Franz von Assisi setzt Salzburg weitere Akzente: Das DomQuartier mit einer Sonderausstellung, die Salzburger Festspiele mit Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ und die Theologische Fakultät der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Franziskanerkloster mit einer internationalen Vortragsreihe im Sommersemester 2026. (Infos unter anderem: www.plus.ac.at/news/theologische-fakultaet-begeht-800-jahre-franz-von-assisi-mit-vortragsreihe)