Verdienst- und Ehrenzeichen der Diözese Innsbruck

Auch 2026 erfuhren zahlreiche Persönlichkeiten eine Ehrung durch die Diözese Innsbruck: Insgesamt wurden 76 Ehren- und Verdienstzeichen vergeben.

Seit 2007 würdigt die Diözese Innsbruck Menschen, die sich mit außergewöhnlichem Engagement ehrenamtlich oder beruflich für Kirche und Gesellschaft einsetzen. 

Zu den neuen Trägerinnen der Verdienstzeichen der Diözese Innsbruck zählen u.a.: 

Birgit Erhart, Dekanat Matrei a. Brenner, Pfarre Steinach
Ihr 30-jähriges Mitwirken ist vielfältig: sei es als Pfarrgemeinderätin, im Kontaktkaffee, beim Kirchenputz oder als Vorbeterin. Zudem ist sie als langjährige Dekanatsleiterin der Katholischen Frauenbewegung (kfb) und als Stellvertretende Vorsitzende der kfb in der Diözese sehr bemüht, Kontakte zu pflegen. 

Agnes Steixner, Dekanat Matrei am Brenner, Pfarre Schönberg im Stubaital
Das Ehrenamt reicht bei Agnes Steixner von Jungschar über Notburgagemeinschaft, Stefanuskreis,
Kath. Familienverband, Pfarrgemeinderat bis hin zu Katholischen Frauenbewegung (kfb), wo sie überall engagiert tätig war und ist. Die Aktion Familienfasttag organisiert sie in Schönberg seit 35
Jahren als Suppentag. 

Ingeborg Klingler, Dekanat Schwaz, Pfarre Terfens
Ingeborg Klinglers Engagement reicht über 25 Jahre von der Caritas-Haussammlung, über den Kirchenputz zum Verteilen der Pfarrbriefe. Sie setzt sich für die Aktion Familienfasttag ein, organisiert
in der Dekanatsleitung Frauentage und Wallfahrten. 

Monika Muigg, Dekanat Schwaz, Pfarre Terfens
Für Monika Muigg ist die Pfarr- und Gemeindebücherei seit über 35 Jahren
ihr Herzensanliegen. Zudem wirkt sie als Lektorin, gestaltet die Anbetung am Herz-Jesu-Freitag mit, unterstützt den Familienfasttag und den Kirchenputz. Im Dekanatsteam der Katholischen Frauenbewegung (kfb) war sie federführend. 

Agata Zamojska, Dekanat Lienz, Pfarre Lienz St. Andrä
Im Pfarrleben von Lienz St. Andrä ist Agata vielseitig präsent und gehört zu den
Personen, die ganz selbstverständlich im Pfarrleben mithelfen und dieses auch mitgestalten. Ihre Aufgaben erstrecken sich vom Pfarrgemeinderat, Sternsingeraktion, Homepagebetreuung der Pfarre bis hin zur Mitgestaltung von vielen pfarrlichen Feiern. 

„Wo etwas wächst, wirkt Gottes Kraft“

Den Auftakt bildete ein Dankgottesdienst in der Innsbrucker Pfarre Saggen, dem unter anderem Diözesanbischof Hermann Glettler, Generalvikar Roland Buemberger und der Saggener Pfarrer Wolfgang Meixner vorstanden.

In seiner Predigt würdigte der Bischof das Engagement der Geehrten als Zeichen einer österlichen Kirche, in der „etwas aufblüht und wächst“. Ostern sei die Freisetzung einer aufrichtenden Kraft, die nicht aus eigener Leistung komme, sondern aus dem Wirken Gottes mitten im Alltag.

Der Bischof dankte für alles Gute, das durch den Einsatz der Ausgezeichneten geschieht: dort, wo Gemeinschaft gestärkt, Menschen zusammengebracht und andere innerlich aufgerichtet werden. Ehrenamt ermögliche Orte, an denen Menschen innerlich heil werden können – durch Nähe, Verlässlichkeit und gelebte Solidarität.

Entscheidend sei dabei auch eine neue Sprache, so Glettler: miteinander und gut übereinander zu reden, ohne Polarisierung und ohne Wichtig­tuer­ei. Kirche werde dort glaubwürdig, wo Zusammenarbeit gelinge und Vertrauen wachse. Das Evangelium bleibe ein Abenteuer, das weitergehe – als Multiplikation von Frieden und Versöhnung, mit Jesus Christus in der Mitte.

Die Auszeichnungen machen die große Vielfalt ehrenamtlichen Engagements sichtbar: von pastoralen und sozialen Diensten über Bildung, Kultur und Organisation bis hin zu gestalterischen Aufgaben. Menschen, die sich vom Geist Jesu inspirieren lassen und sich für ein größeres Wir engagieren, geben der Frohen Botschaft ein konkretes Gesicht.

Verdienst- und Ehrenzeichen der Diözese Innsbruck
v.l.n.r. Bischof Hermann Glettler, Helene Daxecker Okon (kfb-Vorsitzende), Agnes Steixner, Birgit Erhart, Agata Zamojska, Monika Muigg, Ingeborg Klingler und Generalvikar Roland Buemberger © Reinhold Sigl