Schwerhörigenseelsorge

Seelsorge für Menschen, die nicht alles hören und nicht alles verstehen

Wir finden bei den Schwerhörigen folgende Situation vor:

Wieviel Schwerhörige gibt es? 

Die Anzahl derer, die im Erwachsenenalter schwerhörig werden, steigt an.  19 % der Bevölkerung leidet bereits an Hörproblemen.  Dieser Anteil erlernt großteils nicht die Gebärdensprache (Sie sind mit der Lautsprache aufgewachsen und haben den Freundeskreis unter den Hörenden).  Dieser hohe Anteil bedeutet, dass jeder Fünfte in der Pfarrgemeinde unter Hörproblemen leidet.  Sie fühlen sich oft weder in der hörenden Welt zuhause, noch haben sie irgend einen Bezug zur Gehörlosengemeinschaft.  Sie sitzen sozusagen zwischen den Stühlen, ohne wahre Gemeinschaft zu erleben. 

Warum Schwerhörige der Kirche oft fernbleiben? 

Für diese Gruppe wird in den Pfarrgemeinden leider oft zu wenig getan.  Viele klagen, dass sie in der Kirche nichts verstehen und dass sie deshalb von der Kirche fernbleiben.  Sie fühlen sich oft von der Kirche (als Institution) nicht wahrgenommen und spüren keine Zuwendung.  Selten wird nachgefragt, ob die Botschaft im Gottesdienst auch verstanden wurde.  Kann es der Kirche egal sein, ob ihre Botschaft verstanden wird?

Hauptproblem der Schwerhörigen: 

Oft ziehen sie sich mehr und mehr zurück, um ihr Hörproblem (= Verständigungsproblem) zu verstecken.  Besonders Ansammlungen von Menschen meiden sie, weil sie in Gruppengesprächen auch die größeren Verständigungsschwierigkeiten haben.  Oft fehlt der Mut, mit dem Hörproblem an den Pfarrer heranzutreten und zu sagen, welche Unterstützung man braucht.  Hörgeräte allein können noch nicht alle Probleme lösen.  Es braucht zusätzliche Hilfen.

Was von Seiten der Diözese getan wird: 

Natürlich kann ein Pfarrer nicht auf allen Gebieten eine Koryphäe sein.  Deshalb bedarf es eines Fachmannes, der den Pfarrern mit Rat und Tat zur Seite steht (sowohl im technischen Bereich, als auch im organisatorischem Bereich).  In unserer Diözese gibt es seit September 2010 einen Schwerhörigenseelsorger mit dem entsprechenden Know-how.  Er beschäftigt sich mit der Frage, was man tun kann, um die Schwerhörigen in der Pfarrgemeinde besser zu integrieren. In der Umsetzungsphase sind bereits
* Kontaktgespräche mit interessierten Pfarren,
* Schwerhörigenberatungstermine (am Montag) und
* Informationsveranstaltungen über das Thema Schwerhörigkeit.       

Was Du als Schwerhörige(r) tun kannst? 

Wenn Du Fragen oder Anregungen zum Thema „Bessere Integration von Schwerhörigen in der Pfarrgemeinde“ hast, dann schreibe bitte einen Brief, sende ein E-Mail oder ein Fax an die nachstehende Adresse:

Reinhold Pölsler
Schwerhörigen-Seelsorger
im Bildungshaus Osttirol
Kärntnerstraße 42
9900 Lienz
Tel. 04852-65133-0
Fax 04852-65133-19
E-Mail: reinhold.poelsler@aon.at   

Beratungszeit: Montag 9-13 Uhr

 

Herr Pölsler ist Mitarbeiter in der ARGE-Behindertenseelsorge:
siehe http://www.dibk.at/mmb    

Die Behindertenseelsorge ist der Abteilung Familie und Lebensbegleitung zugeordnet: http://www.dibk.at/Media/Organisationen/Abteilung-Familie-und-Lebensbegleitung 

Stichwörter für diese Seite: 
schwerhörig, schwerhörend, hörgeschädigt, hörbehindert, Hörprobleme, Barrierefreiheit, barrierefrei, Hörhilfen, Induktionsanlage, Induktionsschleife, hören;     

Über Uns

So erreichen Sie uns:
Straße: Kärntnerstraße 42
Ort: 9900 Lienz
Bürozeiten: Mo. 9 h - 13 h
Email Adresse: reinhold.poelsler@aon.at
Telefonnummer: 04852-65133-0
Fax: 04852-65133-19