Palmbuschen, Palmlatte und Palmesel

Mit dem sechsten Sonntag der Fastenzeit, dem Palmsonntag, beginnt in der katholischen Kirche die Heilige Woche. Dieser Tag erinnert an den Einzug Jesu Christi nach Jerusalem, wie er in der Bibel beschrieben ist.

Mit dem Palmsonntag am 29. März 2026 beginnt die Heilige Woche, die in der katholischen Kirche den feierlichen Auftakt zum Osterfest bildet. Der Tag erinnert an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem, bei dem Menschen Zweige auf seinen Weg streuten. Bis heute werden vor zahlreichen Kirchen in Tirol Palmzweige gesegnet, in Prozessionen getragen und im anschließenden Gottesdienst die Passion Christi verkündet – ein starker liturgischer Übergang in die österliche Zeit.

Das Tiroler Palmsonntagsbrauchtum ist bis heute lebendig: kunstvoll gebundene Palmbuschen, meterhohe Palmlatten sowie die traditionsreichen Palmesel-Prozessionen in Thaur und Hall. In vielen Orten wetteifern Kinder und Vereine darum, die höchsten und schönsten Stangen zu gestalten. Die gesegneten Palmbuschen gelten weiterhin als symbolischer Schutz für das kommende Jahr und finden einen festen Platz in den Häusern vieler Familien.

Besondere Aufmerksamkeit gilt auch heuer insbesondere den Gemeinden Imst, Axams, Grinzens, Thaur und Hall, die mit ihren jeweils einzigartigen Traditionen das Tiroler Brauchtum lebendig halten.

Heilig-Land-Kollekte in Österreichs Kirchen 

Am Palmsonntag wird in allen katholischen Gottesdiensten Österreichs für pastorale und soziale Projekte im Heiligen Land gesammelt – Teil der weltweiten „Pro Terra Sancta“-Kollekte, eingeführt von Papst Paul VI.

fotolia.com - lilifox