Caritas-Haussammlung

Mehr als 1.200 Freiwillige gehen im März im Namen der Caritas von Haus zu Haus und bitten um Spenden für Menschen in Not in Tirol

Mehr als 100.000 Menschen leben in Tirol an bzw. unter der Armutsgrenze, Tendenz steigend. Um möglichst vielen davon helfen zu können, startet die Caritas der Diözese Innsbruck wieder die traditionelle Haussammlung. Mehr als 1.200 Freiwillige gehen dabei im März von Haus zu Haus und bitten um Spenden für Inlandsprojekte der Caritas.

Gesammelt wird den ganzen März über. Die Sammlung wird über die Pfarren organisiert. Die Spenden bleiben zur Gänze im Inland, zehn Prozent bleiben in der jeweiligen Pfarre für soziale Projekte, der Rest fließt in die Caritas-Projekte. In den vergangenen Jahren konnte jeweils mehr als eine halbe Million Euro an Spenden gesammelt werden. "Diese landen genau dort, wo sie am nötigsten in unserem Land gebraucht werden: bei Familien, Kindern, Frauen und Männern in Not", so Rathgeb. Neu ist im Jahr 2026, dass Spenden auch bargeldlos über das Smartphone möglich sind.

Unterstützung für Menschen in Not

Immer mehr Menschen sind auf die Unterstützung der Caritas angewiesen. Mehr als 18.000 Menschen gelten in Tirol als "manifest arm". Ein besonders hohes Armutsrisiko haben Ein-Personen-Haushalte mit mindestens einem Kind (65,4 Prozent). Auch die Nachfrage in der Caritas-Sozialberatung steigt: Im Vergleich zu 2023 seien im vergangenen Jahr über 100 Personen mehr in die Beratungsstellen gekommen und auch bei den Beratungen wurde ein Anstieg von mehr als 100 verzeichnet, teilte die Caritas mit. Insgesamt wurden demnach in der Caritas im letzten Jahr ca. 6.000 Beratungen durchgeführt. Die gesammelten Spenden der Haussammlung ermöglichten es der Caritas, zentrale Hilfsangebote aufrechtzuerhalten. Dazu gehörten unter anderem Sozialberatungen, Wärmestuben, die Katastrophenhilfe und Familienhilfe oder auch Lerncafés.

Von Tradition bis Neustart
1950 fand vom 19. bis 26. März die erste Haussammlung der Caritas statt. Vorher - in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg seit 1945 - gab es Naturaliensammlungen: Kartoffeln, Obst und Brennholz linderten die ärgste Not. 

Infos und Spenden: www.caritas-tirol.at/

Caritas-Haussammlung
Haussammlerin Gaby Pichler ist eine von 1.2000 ehrenamtlichen Frauen und Männern, die im März von Haus zu Haus ziehen und um Spenden für die Caritas Inlandshilfe bitten. Foto: Caritas/Giesinger