Orden feiern Franziskusjahr und weitere Jubiläen
Das Jahr 2026 wird für die katholischen Ordensgemeinschaften in Österreich von zahlreichen Jubiläen und Gedenktagen geprägt. Darauf macht die Österreichische Ordenskonferenz in einer aktuellen Terminübersicht aufmerksam. Viele Gemeinschaften verbinden die Feiern bewusst mit der Hoffnung auf geistliche Erneuerungsimpulse und neue Perspektiven für ihr gegenwärtiges Wirken in Kirche und Gesellschaft aus dem Charisma ihrer Gründergestalt.
Viele der runden Gedenktage beziehen sich heuer auf den heiligen Franziskus von Assisi, der am 3. Oktober 1226 - vor 800 Jahren - starb. Der mittelalterliche Ordensgründer gilt als eine der prägendsten Gestalten der Kirchengeschichte: Mit seinem radikalen Armutsideal, seiner Nähe zu den Armen und seiner tiefen Achtung vor der Schöpfung setzte er starke Reformimpulse. Sein Lebenszeugnis inspiriert bis heute.
Aus Anlass des runden Todestages hat Papst Leo XIV. zu Jahresbeginn ein weltweites "Franz-von-Assisi-Jahr" ausgerufen. Damit ist ein besonderer Ablass verbunden, der im Laufe des Jubiläumsjahres in allen Kirchen erlangt werden kann, die dem heiligen Franziskus geweiht sind. Zahlreiche Ordensgemeinschaften, die sich auf Franziskus berufen, greifen dieses Jubiläum auf und stellen dessen Spiritualität in den Mittelpunkt ihrer liturgischen Feiern, Bildungsangebote und kulturellen Initiativen.
Franziskanische Orden
Für die Franziskaner ist der Höhepunkt ihres Festjahres die traditionelle Transitus-Feier am 3. Oktober, die in den verschiedenen Niederlassungen in den Abendstunden begangen wird und an das Sterben ihres Ordensgründers erinnert. Darüber hinaus kuratieren die franziskanischen Gemeinschaften aus Österreich, Deutschland und der Schweiz eine Ausstellung im Domquartier Salzburg, die von Mai bis November gezeigt wird. Gezeigt wird dort die Geschichte und Vielfalt der franziskanischen Bewegung. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit theologischen und kulturellen Veranstaltungen begleitet die Ausstellung. In Schwaz in Tirol wird ein Theaterstück von Felix Mitterer aufgeführt, bei dem ein Franziskaner die Hauptrolle des Franz von Assisi übernehmen wird. (Infos: franziskaner.at)
Die Franziskanerinnen von Vöcklabruck veröffentlichen am 3. jedes Monats einen geistlichen Impuls von Sr. Teresa Hametner auf der Website der Gemeinschaft (siehe: www.franziskanerinnen.at/mein-franziskus), der Franziskus jeweils aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. Am 3. Oktober findet auch in der Kapelle des Mutterhauses die Transitus-Feier statt, bei der auch neue Mitglieder in die Weggemeinschaft TAU aufgenommen werden. Für den Franziskustag am 4. Oktober ist eine Eucharistiefeier geplant, bei der die Franziskusmesse von Christian Wirth gesungen werden soll. Zudem wirken die Schwestern an einer TV-Produktion für ORF III, 3sat und weitere Sender mit.
Die Franziskanerinnen von Amstetten feiern das 800-Jahr-Jubiläum im Rahmen ihres Franziskusfestes am 11. Oktober. Der Festtag steht ganz im Zeichen franziskanischer Spiritualität und ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Gleichzeitig wird an diesem Tag das 150-jährige Bestehen der Niederlassung in Amstetten begangen. Der Rückblick auf die Geschichte vor Ort soll dabei mit dem Dank für das anhaltende Wirken des Ordens verbunden werden. (Infos: www.franziskanerinnen-amstetten.at )
Auch die Minoriten gehören zu den Orden, die sich auf Franziskus berufen, und beteiligen sich mit mehreren kulturellen und öffentlichen Akzenten am Franziskusjahr. Geplant sind Konzerte in Wien, Neunkirchen und Graz, sowie ein Marsch in Wien am 13. Juni, dem Festtag des Franziskaner-Heiligen Antonius von Padua. Er führt von der Antoniuskirche im 10. Gemeindebezirk zur Pfarrkirche der Minoriten in der Alser Straße. (Infos: https://minoriten.at )
Barmherzige Schwestern, Karmeliten und Marienschwestern
Viele weitere Gründungsjubiläen hat Österreichs Ordenswelt zu bieten. So begehen etwa die Barmherzigen Schwestern von Zams ihr 200-jähriges Bestehen. Die Ordensgemeinschaft erhielt 1826 die kirchliche und staatliche Anerkennung, im selben Jahr legten mehrere Schwestern ihre erste Profess ab. Zentraler Festtag ist der 24. April mit einem Festgottesdienst mit dem Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. Anschließend folgt ein Festakt im Mutterhaus, begleitet von einer Ausstellung zur Geschichte der Gemeinschaft und dem Erscheinen einer Festschrift. (Infos: www.mutterhaus-zams.at )
Die Karmeliten feiern an zwei Standorten bedeutende runde Jahrestage. In Wien-Döbling stehen 125 Jahre Kirchweihe und Konventsbezug im Mittelpunkt, in Linz das 300-jährige Weihejubiläum der Kirche. Vorgesehen sind unter anderem Vorträge, ein geistliches Konzert und ein Hochamt mit dem Generaloberen des Ordens am 16. Juli. (Infos: www.karmel.at )
Die Marienschwestern Vorau begehen das 150-jährige Bestehen ihres Marienkrankenhauses. Eröffnet wird das Jubiläumsjahr mit einem Festgottesdienst am 8. Februar um 10 Uhr in der Spitalskapelle mit Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl. Weitere Höhepunkte sind ein Festakt mit Ausstellungseröffnung am 23. April, ein Tag der offenen Tür am 24. April, ein "Barbara-Sicharter-Wandertag" am 31. Mai sowie ein Abschlussgottesdienst am 6. Dezember in der Stiftskirche Vorau mit Weihbischof Johannes Freitag. (Infos: www.marienschwestern-vorau.at )
100 Jahre: Pallottiner und Salvatorianerinnen
Die Pallottiner erinnern an 100 Jahre Wirken in Salzburg. Seit dem Erwerb des Johannes-Schlößls im Jahr 1926 ist die Stadt ein wichtiger Standort der Gemeinschaft. Ein zentraler Jubiläumstag ist der 4. Juli mit einer Eucharistiefeier um 17.00 Uhr in der Kapelle des Johannes-Schlößls, die in die internationale Provinz online übertragen wird. (Infos: www.pallottiner.org )
Ihr erstes Jahrhundert in Österreich feiern auch die Salvatorianerinnen. Dazu findet unter dem Thema "Aus dem Leben - für das Leben; Spuren des Prophetischen - heute" am 13. Juni ein "Feier- und Begegnungstag" in ihrem Kloster in Wien-Hacking statt. Am 31. Mai laden die Salvatorianerinnen außerdem zu einer Dankeswallfahrt nach Mariazell. (Infos: https://salvatorianerinnen.at )
Oblaten und Redemptoristen
Mehrere Oblatengemeinschaften - die Oblaten der Jungfrau Maria im burgenländischen Loreto (Infos: [http://www.lanteri.at)]www.lanteri.at) und die in Maria Taferl, Gmünd und Wien-Unterheiligenstadt wirkenden Oblaten der Makellosen Jungfrau (Infos: https://oblaten.org/de) - feiern 200 Jahre seit ihrer Gründung bzw. Bestätigung, während die Redemptoristen (Infos: www.redemptoristen.at ) des 300. Geburtstags des ihrer Gemeinschaft angehörenden heiligen Laienbruders Gerhard Majella gedenken.
(Alle weiteren Infos: www.ordensgemeinschaften.at )
Eine Meldung von www.kathpress.at