Jugendaktion lud zum trauernden Tanzen
Mit einer ungewöhnlichen Form des Gedenkens hat eine Initiative kirchlicher Jugendarbeit in Innsbruck junge Menschen zum gemeinsamen Trauern eingeladen. Unter dem Titel "Dance to Remember" wurde am Freitagabend im Gotischen Keller der Stadt ein Event veranstaltet, das Trauerarbeit mit Musik, Begegnung und Tanz verbindet. Auch Diözesanbischof Hermann Glettler war unter den Gästen.
Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Menschen, die einen geliebten Menschen verloren haben oder vermissen. Zwischen DJ-Sounds und ruhigen Rückzugsräumen konnten Besucherinnen und Besucher auf unterschiedliche Weise erinnern: tanzend, im Gespräch oder in stillen Momenten. Stationen wie eine Erinnerungswand für Fotos Verstorbener oder ein "Sternenhimmel", an den Botschaften geschrieben werden konnten, sollten Raum für persönliche Formen des Abschieds schaffen.
Bischof Hermann würdigte die Initiative in sozialen Netzwerken als interessanten Versuch, jungen Menschen eine alternative Form der Trauer anzubieten. "Jeder Mensch hat eine eigene Art zu trauern. Wichtig ist, dass wir uns Zeit nehmen und Ausdruck finden", so der Bischof in einem Facebook-Video. Durch den Tanz entstünden Begegnung und Gemeinschaft; zugleich öffne sich "ein Korridor der Zuversicht". Glettler weiter: "Bestimmt wird sich Gott in den Rhythmus des Miteinanders und Trauerns einfinden und seinen Trost spenden".
Veranstalter war die Initiative Denk Dich Neu. Unterstützt wurde das Projekt von mehreren Organisationen aus Seelsorge und Krisenbegleitung, darunter das Rotes Kreuz Tirol, Rainbows Österreich, die Hospizgemeinschaft Tirol sowie die Festival- und Telefonseelsorge Österreich. Auch die Katholische und Evangelische Jugend beteiligten sich an der Umsetzung. Gespräche mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern waren während des Abends freiwillig und kostenlos möglich.
Eine Meldung von www.kathpress.at