Internationaler Max Weiler Kongress in Innsbruck

Zum 25. Todestag Max Weilers werden Werk und Wirkung des Tiroler Künstlers im Haus der Begegnung beleuchtet.

Anlässlich des 25. Todestages des bedeutenden Tiroler Malers Max Weiler findet von Mittwoch, 28. Jänner, bis Freitag, 30. Jänner 2026, im Haus der Begegnung in Innsbruck ein öffentlich zugänglicher internationaler Kongress statt. Max Weiler (1910–2001) zählt zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts in Österreich. Als Pionier der Moderne sorgte er immer wieder für leidenschaftliche Debatten – sowohl mit seiner Weiterentwicklung der Sakralkunst als auch mit seinem konsequenten Weg in die Abstraktion. 25 Jahre nach seinem Tod werden Werk und Persönlichkeit des Künstlers nun erneut aus kunsthistorischer und zeitgeschichtlicher Perspektive beleuchtet.

 

„Dieser Kongress ist eine seltene Gelegenheit, Max Weiler aus der Nähe eines Vierteljahrhunderts zu betrachten – mit all der fachlichen Distanz, die es braucht, um sein Werk neu zu bewerten“, sagt Diözesankonservator Stefan Schöch. Die im Jahr 2024 gegründete Max‑Weiler‑Gesellschaft hat die Tagung in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte sowie dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck initiiert und gemeinsam mit der Diözese Innsbruck organisiert.

 

Eröffnung mit hochrangigen Vertreter:innen aus Kirche, Politik und Wissenschaft 

Zur Eröffnung sprechen Bischof Hermann Glettler, Landeshauptmann Anton Mattle, Georg Willi (Bürgermeister-Stv.), Dirk Rupnow (Vizerektor der Universität Innsbruck) sowie Veronica Kaup‑Hasler (Stadträtin der Bundeshauptstadt Wien). Für den Kongress konnten renommierte Expert:innen aus dem In- und Ausland gewonnen werden. Sie beleuchten Weilers Schaffen aus kunstgeschichtlichen, theologischen, gesellschaftspolitischen und biografischen Blickwinkeln. „Was diesen Kongress besonders macht, ist die außergewöhnliche Breite der Perspektiven – von der Sakralkunst über seine Naturauffassung bis hin zu zeithistorischen Zugängen“, so Schöch. „Damit entsteht ein Bild, das der Vielfalt von Weilers Gesamtwerk gerecht wird“, ergänzt Sepp Weimann, Präsident der Max Weiler Gesellschaft.

 

Festvortrag mit besonderem Akzent 

Ein Höhepunkt ist der Festvortrag des international angesehenen Kunsthistorikers Gottfried Boehm (Universität Basel), der Weiler über viele Jahre wissenschaftlich begleitete. Er spricht am Mittwoch, 28. Jänner, um 18:00 Uhr im Haus der Begegnung zum Thema: „Die Kraft der Metamorphose. Max Weiler in seiner Zeit“ Der Vortrag eröffnet der breiten Öffentlichkeit neue Zugänge zum Verständnis von Weilers künstlerischer Entwicklung.

 

Abschluss mit Führungen zu Fresken in Innsbruck 

Am Freitag, 30. Jänner, endet der Kongress mit Führungen zu den bedeutenden Weiler‑Fresken auf der Hungerburg und im Hauptbahnhof Innsbruck, geleitet von Monika Frenzel. „Weilers Werk ist bis heute in unserer Stadt sichtbar – und genau das wollen wir mit diesen Führungen bewusst machen. Seine Kunst bleibt eine Einladung, genauer hinzusehen“, betont Schöch abschließend. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.

 

Weitere Informationen: https://max-weiler-gesellschaft.at/veranstaltung/internationaler-max-weiler-kongress 

Internationaler Max Weiler Kongress in Innsbruck
Als Diözesankonservator beschäftigt sich Stefan Schöch immer wieder mit dem Werk Max Weilers. Bildnachweis: Cincelli/dibk.at