Friedensgebet: Silent together for peace

Traditionelles Friedensgebet vor der Annasäule zum Jahresbeginn am Weltfriedenstag

Am 1. Jänner 2026, dem 59. Weltfriedenstag der Kath. Kirche, luden Religionsgemeinschaften und Friedensinitiative unter der Federführung von Pax Christi um 16 Uhr zur Annasäule in Innsbruck unter dem Motto „Silent together for peace“ Vertreter:innen verschiedener Religionsgemeinschaften und auch des öffentlichen Lebens ein, diesen Tag gemeinsam zu begehen und so ein Zeichen zu setzen, dass der Wert des Friedens uns alle eint.

 

Teilgenommen haben unter anderem Bischof Hermann Glettler, Superintendent Olivier Dantine, Max Valtingojer (Neuapostholische Kirche), Matthias Lauer (Altkatholische Kirche), Bürgermeister Georg Willi, Gemeinderat Mesut Onay sowie der Präsident von Pax Christi Österreich, Wolfgang Palaver. In ihren einführenden Worten, erklärte Uschi Teißl-Mederer von Pax Christi den Gedanken, im Schweigen um Hoffnung zu ringen: „Angesichts von so vielem das verstört und zerstört, wollen wir dem Schweigen den Raum geben - Anschweigen gegen den Lärm der Kriege.“ Nach einer gemeinsamen Schweigeminute folgten Wortmeldungen der geladenen Teilnehmer:innen. Bischof Hermann Glettler, erklärte, dass der Text von Papst Leo ihn „sehr bewegt hat“: „Jesus selbst ist dieser entwaffnende Friede. Wir haben den Auftrag, diesen entwaffneten Frieden aufzunehmen im kommenden Jahr.“ Der evangelische Superintendent Olivier Dantine betonte: „Stille heißt, den anderen wahrzunehmen. Hören wir auf diese leise Hoffnung!“

 

Der Weltfriedenstag wird seit 1968 auf Initiative von Papst Paul VI. an jedem 1. Jänner begangen. Die aus diesem Anlass veröffentlichte Weltfriedensbotschaft – erstmals von Papst Leo XVI. - trägt den Titel "Der Friede sei mit euch allen: hin zu einem 'entwaffneten und entwaffnenden' Frieden". Der Präsident der katholischen Friedensbewegung Pax Christi Österreich, Wolfgang Palaver, hat die erste Botschaft von Papst Leo XIV. zum katholischen Weltfriedenstag am 1. Jänner als "prophetisch" gewürdigt, "weil sie sich nicht von der grassierenden Hoffnungslosigkeit anstecken lässt und den Frieden auch nicht in den Bereich der Utopie abschiebt".

Friedensgebet: Silent together for peace
Fotos: Sigl/dibk.at oder Cincelli/dibk.at