Franziskus-Jahr setzt Heiliges Jahr fort

Papst rief besonderes Jahr des heiligen Franziskus bis 10. Jänner 2027 aus - verbunden mit vollkommenem Ablass

Anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Transitus des heiligen Franziskus“, das an den Übergang des Heiligen von Assisi aus diesem Leben in die ewige Gemeinschaft mit Gott erinnert, hat Papst Leo XIV. für das Jahr 2026 ein Außerordentliches Heiliges Jahr ausgerufen. Dieses beginnt gemäß päpstlichem Erlass am 10. Jänner 2026 und endet am 10. Jänner 2027. Während dieses Zeitraums können Gläubige unter den üblichen Voraussetzungen täglich einen vollkommenen Ablass erlangen.

 

Das Jubiläumsjahr wurde in Assisi eröffnet, wo sich am Sonntag zahlreiche Persönlichkeiten versammelten: die Oberen der franziskanischen Ordensgemeinschaften, der scheidende Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, sowie Vertreter staatlicher Institutionen, wie „Vatican News“ berichtet.

Bereits in den vergangenen Jahren gab es erste Jubiläumsfeiern: 2023 erinnerte man in Greccio an die von Franziskus geschaffene erste Krippe, 2024 an die wundersame Stigmatisierung des Heiligen und 2025 an seinen berühmten Lobgesang auf die Schöpfung, den „Sonnengesang“.

 

Bei der Eröffnungsfeier in der Basilika Santa Maria degli Angeli unterhalb von Assisi wurde eine Botschaft von Papst Leo XIV. an die Oberen der franziskanischen Gemeinschaften verlesen. Darin betont der Papst die bleibende Aktualität der radikalen Friedensbotschaft des weltweit verehrten Heiligen. Zudem gab die Apostolische Pönitentiarie bekannt, dass aus Anlass des Jubiläumsjahres ein vollkommener Ablass gewährt wird – nicht nur in Assisi, sondern weltweit in jeder Kirche, die dem heiligen Franziskus geweiht ist.

Franziskus-Jahr setzt Heiliges Jahr fort
Bild: Gemeinfrei

Allgemeine Bedingungen

um den Vollkommenen Ablass zu erhalten:
  • Beichte
  • Teilnahme an einer Eucharistiefeier und Kommunion
  • Besuch einer Franziskanerkirche oder eines Ortes, an dem der hl. Franziskus verehrt wird, in Form einer Pilgerreise, wobei der Glaubensakt durch das Gebet des Credos erneuert wird, um dadurch die eigene christliche Identität zu bekräftigen
  • Beten des Vaterunsers, um dadurch unsere Würde als Kinder Gottes zu bekräftigen, die wir in der Taufe erhalten haben
  • Ein Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters, um unsere Zugehörigkeit zur Kirche zu bekräftigen, deren Fundament und sichtbares Zeichen der Einheit der Heilige Vater ist