Caritas unterstützt Kinderprojekte in Rumänien und Armenien

Caritas-Tirol-Direktorin Rathgeb: "Armut trifft Kinder immer doppelt - heute und in ihrer Zukunft" - Sorge um internationale Kürzungen in Entwicklungszusammenarbeit

In Rumänien und Armenien unterstützt die Caritas Tirol im Rahmen ihrer Kinderkampagne Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche in Armut und Krisensituationen. Ziel sei es, betroffenen Kindern Schutz, Bildung und langfristige Perspektiven zu ermöglichen, teilte die Caritas am Mittwich mit. Nach Angaben von UNICEF leben weltweit rund 900 Millionen Kinder in Armut, mehr als 470 Millionen wachsen in Kriegs- und Gewaltkontexten auf. "Armut trifft Kinder immer doppelt - heute und in ihrer Zukunft", erklärte Caritas-Tirol-Direktorin Elisabeth Rathgeb in einer Aussendung.

 

Viele Kinder könnten in Rumänien und Armenien keine Schule besuchen, weil sie aus Konfliktregionen flüchten oder zum Familieneinkommen beitragen müssten, so die Hilfsorganisation, die daher gezielt Projekte, "die Kindern Schutz, Bildung und damit eine reale Perspektive auf eine sichere und bessere Zukunft geben", unterstützt.

 

In Armenien zählt dazu das sogenannte Kleine-Prinz-Zentrum in der Stadt Gavar, das im Vorjahr mehr als 120 geflüchteten Kindern einen geschützten Aufenthaltsort bot. Neben Lernangeboten werden dort Kurse zu Hygiene und gesunde Ernährung sowie therapeutische Unterstützung und Elternarbeit angeboten. Viele der Kinder stammen aus Familien, die infolge des Bergkarabach-Konflikts ihre Heimat fliehen mussten.

 

Ein weiteres Projekt ist das "Haus Sabine" in der nordarmenischen Provinz Lori, eine Wohngemeinschaft für Kinder und Jugendliche, die nicht bei ihren Eltern leben können. Darüber hinaus unterstützt die Caritas Tirol das Bildungsprojekt "Mein Recht - Bildung für alle", das sich an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen richtet. Diese seien überdurchschnittlich häufig von Armut und Bildungs­ausschluss betroffen, so Rathgeb.

 

Sorgen bereiten der Caritas internationale Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Mehrere Projekte in Armenien liefen 2026 aus oder müssten eingeschränkt werden, erklärte Projektreferentin Elisabeth Haun. Private Spenden aus Tirol ermöglichten es jedoch, weiterhin Hilfe zu leisten.

 

Eine Meldung von www.kathpress.at 

Caritas unterstützt Kinderprojekte in Rumänien und Armenien
Im Haus Sabine der Caritas in Armenien bekommen die Kinder die Chance, möglichst unbeschwert aufzuwachsen. Foto: C. Stolz/Caritas Tirol