Austausch, Spiritualität und gemeinsame Perspektiven
Am 1. Mai fand das Österreichische Seminaristentreffen in Innsbruck statt. Rund 90 Seminaristen sowie Leitungs- und Ausbildungsverantwortliche der österreichischen Priesterseminare und des Priesterseminars Brixen kamen in der Tiroler Landeshauptstadt zusammen. Das alle zwei Jahre stattfindende Treffen wird jeweils von einem anderen Priesterseminar organisiert und dient der geistlichen Stärkung, dem Austausch und der Vernetzung auf dem gemeinsamen Berufungsweg.
Den Auftakt bildete ein Herz‑Jesu‑Gottesdienst in der Jesuitenkirche Innsbruck. In seiner Predigt stellte Regens und Generalvikar Roland Buemberger Bezüge zwischen dem spirituellen und geschichtlichen Reichtum dieses Kirchenraums und den Anforderungen der heutigen Priesterausbildung her. Elemente wie das Herz‑Jesu‑Bild, der Seitenaltar des Diözesanpatrons Petrus Canisius, der Sarkophag des heiligen Pirmin sowie die Grablege der Jesuiten‑Theologieprofessoren in der Krypta verwiesen auf die geistliche Tiefe, aus der priesterliches Handeln erwachse.
Neben dem liturgischen Programm standen kulturelle und kirchliche Begegnungen auf dem Programm. Bei Besuchen im Tiroler Volkskunstmuseum, im Bergiselmuseum, im Dom zu St. Jakob oder in der Seminarkirche lernten die Teilnehmer Innsbruck aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Zeit für persönliche Gespräche und gemeinsames Erleben bot auch das Zusammensein mit Grillen, Ballspielen und regem Austausch.
Abgeschlossen wurde das Seminaristentreffen mit einer gemeinsamen Vesper in der Seminarkirche. Für Roland Buemberger ist das österreichweite Treffen „eine wertvolle Stärkung und Motivation auf dem Berufungsweg“, die jungen Männern in der Ausbildung erlaube, über Diözesangrenzen hinweg Gemeinschaft zu erfahren und Perspektiven für den priesterlichen Dienst zu teilen.