Coronavirus: Bischöfe streben österreichweite Vorgangsweise an

Die Österreichische Bischofskonferenz arbeitet an einer österreichweit einheitlichen Vorgangsweise zur Umsetzung der von der Regierung verkündeten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus.
In der Katholischen Kirche wird in Absprache mit den staatlichen Behörden derzeit geklärt, welche Konsequenzen sich aus den am Dienstag von der Regierung verkündeten Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie für das kirchliche Leben in Österreich ergeben. Angestrebt ist, möglichst noch heute eine österreichweite Vorgangsweise zu finden, wie der Sprecher der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, gegenüber der Nachrichtenagentur "Kathpress" erklärte. Am Dienstagmittag hatte die österreichische Bundesregierung verschärfte Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus bekannt gegeben. So sollen u.a. Outdoor-Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern und Indoor-Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern bis Anfang April abgesagt werden, teilten Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. Innenminister Karl Nehammer erklärte bei der Pressekonferenz, dass Verstöße gegen die Auflagen bei Veranstaltungen als Straftatbestand gälten; schließlich bedeute dies, "nicht dabei mitzuwirken, dass sich eine Epidemie nicht ausbreitet", so der Innenminister. Bundeskanzler Kurz betonte, die Regelung betreffe auch Familienfeiern wie etwa Hochzeiten. Veranstalter sollten auch bei einem Nicht-Erreichen der Höchstgrenzen eine Absage erwägen, wo dies sinnvoll sei: "Alles, was in den nächsten Wochen an Kontakt reduziert werden kann, hilft der ganzen Gesellschaft", so der Bundeskanzler.