Forchach - Seelsorgeraum Unteres Lechtal

 

Sehnsucht nach Segen ... 

 

Sehnsucht nach Segen kennt unser Leben. Wenn wir etwa an die Taufe denken, durch die ein Mensch den besonderen Zuspruch Gottes erfährt. An den vergangenen Wochenenden fanden im Seelsorgeraum mehrere Tauffeiern statt. Eltern tun alles, was für ihr Kind gut und wichtig ist - und wissen gleichsam, wie zerbrechlich das Leben ist. Alles haben sie nicht in der Hand und so ist der Wunsch naheliegend, dass Gott die eigene Tochter / den eigenen Sohn auch in seine Hand nimmt. Es sei allen Familien viel Gutes gewünscht, auch weil sich der symbolische Weg, den wir bei der Feier gegangen sind – er steht für den Lebensweg des Taufkindes – in der Verbundenheit mit Gott, den Mitmenschen und der Kirche fortsetzen möge. Taufe ist kein familiäres Einzelereignis, sie will auch keine Formsache sein. Sie ist die Aufnahme in die große, weltumspannende Gemeinschaft der Christen – ohne ein Fallenlassen des Kindes, sondern mit der Zusage „Du bist auf jeden Fall willkommen. Mit großer Freude begrüßt dich die Gemeinschaft der Glaubenden“. Hoffentlich antworten wir Getaufte darauf immer wieder aufs Neue, weil wir das Geschenk der Taufe entfalten, indem wir im Glauben (wieder) neu durchstarten und die eigene Bindung an Gott vertiefen – als Eltern, Paten, Großeltern, Verwandte oder betende Gemeindemitglieder. Denn wo lernen wir denn das Christsein, wenn nicht Zuhause?

Was wir im Gottesdienst sagen und tun, das darf sich fortsetzen in den Räumen unserer Wohnungen und Häuser. Denn Sehnsucht nach Segen kennt eben unser Leben. Johannes Chrysostomos (344-407) spricht auch vom „Sakrament des Bruders/der Schwester“, das uns allen anvertraut ist. Es wird vor der Kirchentür gespendet, an den Orten, an denen wir den Alltag meistern und wo sich entscheidet, was wir von Gott verstanden haben – ausdrücklich im Dienst am Nächsten, besonders auch dann, wenn er auf irgendeine Weise Hilfe benötigt. In der liebevollen Begegnung mit einem anderen Menschen, im Zulassen von Nähe, im Reichen des Leibes Christi bei einem Krankenbesuch.

So ist auch der Trost der Kranken- bzw. Hauskommunion ein wirksames Zeichen der Nähe Gottes, der segnend seine Spuren hinterlässt. Denn die besuchte Person ist nicht isoliert für sich, sie gehört durch die Taufe zu einer Gemeinde, die für sie betet und auch das eucharistische Brot teilt, selbst wenn der Weg in die Kirche zu beschwerlich oder gar nicht mehr möglich ist. Das Wort der Taufe „Du bist auf jeden Fall willkommen“ hat bleibende Gültigkeit, schließt Wertschätzung und Wahrgenommen-Sein ein, und darf bei den priesterlichen Hausbesuchen rund um den Herz-Jesu-Freitag erkennbar sein und in unsere Gemeinden getragen werden – und ganz entscheidend: die Menschen mögen dies daheim erfahren in der persönlichen Begegnung, dem Gespräch, der Kommunionionfeier, dem Schenken und Beschenktwerden. Es ist eine Zeit, an der auch die gewohnte Art zu beten erwünscht ist, wo das Herz einfach sprechen kann mit Dank, Sorge, Bitte und Freude. Eine Zeit zu der wir alle eingeladen sind und zu der ich Sie ermutigen möchte, weil der eigene Glaube bezeugt, dass unser Gott ein Gott des Lebens ist, ein sich zuwendender Gott, ein Gott, der uns in der Not zur Hilfe eilt und uns wieder aufrichten möchte.

Die eigenen vier Wände, das Alter oder die Erkrankung mögen Sie nicht davon abhalten, der inneren Sehnsucht nach Segen nachzugehen und das Angebot der Kranken- / Hauskommunion bzw. der Krankensalbung in unseren Pfarren zu nutzen.

Denn letztlich dürfen wir daran denken, dass wir in der Taufe willkommen geheißen sind. Aus einem Menschenkind wurden wir ein Gotteskind – mit einem Anfang, aber ohne Ende.

 

 

 

Informationen zur Corona-Krise 

Wir ersuchen während des gesamten Gottesdienstes um die Einhaltung der folgenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus:

- einfacher Mund-Nasen-Schutz tragen

- auf den Abstand achten

- Hygienemaßnahmen einhalten

 

Aktuelle Informationen auf der Homepage der Diözese Innsbruck: https://www.dibk.at/Themen/Kirche-und-Coronavirus/Haeufig-gestellte-Fragen 

 

Telefonische Erreichbarkeit: 

 

Pfarrprovisor Andreas Zeisler: 

0676 / 87 30 77 37 

Aushilfspriester Martin Schautzgy: 

05635 / 205 

Sekretärin Monika Wild: 

05678 / 52 14 

Dekanatsasssistent Alois Gedl 

0676 / 35 10 142 

Das Seelsorgeraumbüro befindet sich im Widum in Weißenbach.

Unsere Sekretärin Monika Wild ist dort Di 16.00 - 17.30 und Mi - Fr 9.00 - 11.00 zu erreichen.

 

Postanschrift: 

 Sommer 7 / 6671 Weißenbach am Lech 

Tagesevangelium

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